E-Card mit Foto: Nach Terminengpässen Lösung für Skilehrer gefunden

Die Registrierung für die neue E-Card mit Lichtbild hat sich für ausländische Skilehrer und Saisonarbeiter seit Jahresbeginn in Gebirgsregionen hürdenreich gestaltet. Nun gibt es eine Lösung.

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Innsbruck, St. Johann im Pongau – Die Registrierung für die neue E-Card mit Lichtbild hat sich für ausländische Skilehrer und Saisonarbeiter seit Jahresbeginn in Salzburgs Gebirgsregionen hürdenreich gestaltet. Die bisher einzige Registrierungsstelle im Süden Salzburgs, die Polizeiinspektion St. Johann im Pongau, ist für Februar schon ausgebucht. Das Innenministerium hat nun eine Lösung gefunden: Ab Februar wird aufgerüstet.

Seit 1. Jänner 2020 ist die neue gesetzliche Regelung in Kraft. E-Cards werden nur mehr mit Foto ausgestellt, um Missbrauch zu verhindern. 85 Prozent aller Versicherten in Österreich, von denen ein Foto im Register vorhanden ist, erhalten die neue Karte automatisch, bevor die alte abläuft. Für die Registrierung von Nicht-Staatsbürgern sind die Landespolizeidirektionen zuständig. Die Betroffenen müssen ihre Sozialversicherungsnummer angeben, die sie durch die Anmeldung ihres Arbeitgebers erhalten haben, und ein Foto mitbringen.

Der Andrang von Skilehrern in der touristischen Hochsaison im Winter auf die neue E-Card ist groß und sorgt für Engpässe. Im Süden Salzburgs gibt es nur eine Außenstelle für die Registrierung, die Polizeiinspektion St. Johann im Pongau, und die ist laut Polizei derzeit „völlig ausgelastet“. Zuständig für den Pongau, Oberpinzgau und Lungau sowie Schladming (Steiermark) sei dort ein einziger Exekutivassistent, jeweils am Montag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr, wobei ein Termin 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehme. „Das ist sehr aufwendig. Der Februar ist zur Gänze ausgebucht“, sagte ein Polizei-Sprecher zur APA.

Im Bundesland Salzburg kann man sich auch in der Stadt Salzburg in der Landespolizeidirektion sowie im Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) registrieren lassen. Für Skilehrer und Saisonarbeiter in den Wintersportorten im Gebirge bedeutet das allerdings einen langen Anfahrtsweg. Skischulbetreiber im Salzburger Pongau aber auch in Tirol, wo sich die Betroffenen bisher im BFA in Innsbruck registrieren lassen mussten, haben die langen Wege und Wartezeiten kritisiert.

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Toleranzfrist und zusätzliche Bedienstete als Lösung

Man habe eine Unzufriedenheit wahrgenommen, hieß es vom Salzburger Berufsskilehrer- und Snowboardlehrer Verband. In den Skischulen seien auch Lehrer mit kurzer Verweildauer beschäftigt, so dass die Registrierung, Bearbeitung und Zustellung der E-Card nicht immer gewährleistet war. Mittlerweile sei es zu einer angedachten, praktikablen Lösung gekommen.

Laut der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in Salzburg gibt es für diese Personen bundesweit eine dreimonatige Toleranzfrist, und zwar ab dem Zeitpunkt der Anmeldung bei der Sozialversicherung. Wer zum Arzt geht und seine Sozialversicherungsnummer nennt, werde einmal behandelt. Erkrankt oder verletzt er sich in diesem Zeitraum erneut, werde auch für diesen Einzelfall eine Lösung gefunden werden, zeigte sich eine Sprecherin gegenüber der APA zuversichtlich. Die Krankenkassen hätten bereits im Vorjahr darauf hingewiesen, dass es zu Problemen kommen wird. „Wir bedauern es sehr, wir können aber definitiv nichts machen, zuständig ist das Innenministerium.“

Angesichts des Arbeitsaufwandes hat das Innenministerium nach zusätzlichen Möglichkeiten der Registrierung gesucht. „Wir haben eine Lösung gefunden“, erklärte ein Ministeriumssprecher auf APA-Anfrage. „Wir werden mit Anfang Februar zusätzlich in verschiedenen Bezirkspolizeikommanden die technische Infrastruktur einrichten, so dass eine entsprechende Registrierung erfolgen kann.“ Damit werden mehr Verwaltungsbedienstete mit dem Thema betraut als bisher. „Es geht rascher und die Anfahrtswege sind kürzer.“ In der Regel sollte je nach Bedarf österreichweit in jedem Bezirk eine Registrierung möglich sein. (APA)


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