Österreichs erster "Green Bond" könnte im Herbst kommen

Die türkis-grüne Regierung hat Anfang Jänner die Ausgabe von "Green Bonds" als eine Maßnahme auf dem Weg hin zur Klimaneutralität bis 2040 in ihr Regierungsprogramm geschrieben.

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Die türkis-grüne Regierung hat die Ausgabe von "Green Bonds" als eine Maßnahme auf dem Weg hin zur Klimaneutralität in ihr Regierungsprogramm geschrieben.
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Wien - Die Oesterreichische Bundesfinanzierungsagentur (Oebfa) könnte bereits im Herbst dieses Jahres den ersten "Green Bond" für Österreich begeben. "Wenn alles gut läuft, ist der Herbst möglich", sagte Alfred Lejsek, Leiter der Gruppe "Finanzmärkte" im Finanzministerium am Donnerstagnachmittag im Rahmen des "Sustainable Finance Summit".

Die türkis-grüne Regierung hat Anfang Jänner die Ausgabe von "Green Bonds" als eine Maßnahme auf dem Weg hin zur Klimaneutralität bis 2040 in ihr Regierungsprogramm geschrieben.

Viele Dinge vorbereiten

Genau könne man aber noch nicht sagen, wann die erste grüne Anleihe kommt, denn davor gebe es noch viele Dinge vorzubereiten, so Lejsek. So müssten das Finanzierungsvolumen, der Zeitpunkt der Emission und auch die Mittelverwendung vorab geklärt werden.

In einer Aussendung des Finanzministeriums (BMF) hielt Lejsek am Freitag fest, dass "es noch keinen konkreten Zeitplan für die Umsetzung" der Green Bonds gebe. Dieser müsse erst erarbeitet werden. "Etwaige anderslautende Aussagen zu diesem Themenkomplex sind daher verfrüht und nicht zutreffend", so Lejsek.

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Weiters schlug die Regierung in ihrem Programm vor, den Banken für Kredite in "grüne", d.h. emissionsarme Investitionen, weniger Eigenkapital abzuverlangen. Hierzu äußerte sich Lejsek mit den Worten "zwei Herzen wohnen in meiner Brust." Denn einerseits sollten "grüne" Projekte durchaus finanziell unterstützt werden, andererseits dürfe man aber die Risikoaspekte nicht außer Acht lassen, so Lejsek. Es sei ein umstrittener Punkt, der auch auf EU-Ebene derzeit intensiv diskutiert werde. Im Sommer werde die EU ihre Regulierungsvorschriften für Banken überarbeiten und dann werde man sehen, ob eine derartige Regelung in die EU-Standards aufgenommen werde oder nicht. (APA)


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