Einzelhandel mit "stabiler Entwicklung" 2019 zufrieden

41 Prozent der Einzelhändler verzeichneten 2019 ein Umsatzwachstum, 22 Prozent stabile Erlöse und 37 Prozent einen Rückgang. Insgesamt gab es ein nominelles Umsatzplus von 1,3 Prozent.

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Wien - Die Einzelhandelsgeschäfte haben 2019 ein nominelles Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 73,2 Milliarden Euro brutto (real plus 0,2 Prozent) verzeichnet. 2018 waren es plus ein Prozent (real minus 0,5 Prozent) gewesen. WKÖ-Handelsobmann Peter Buchmüller zeigte sich mit der "stabilen Entwicklung" zufrieden. Die geplante Steuerreform werde sich künftig auch positiv auswirken, Buchmüller am Freitag.

Im Einzelhandel lief es aber nicht für alle Händler rund. 37 Prozent der befragten Geschäfte verzeichneten nominelle Umsatzrückgänge, 22 Prozent erzielten stabile Erlöse und 41 Prozent meldeten ein Umsatzplus. Für die repräsentative Einzelhandel-Konjunkturerhebung im Auftrag der Wirtschaftskammer hat die KMU Forschung Austria rund 4500 Geschäfte befragt.

Baumärkte im höchstem Umsatzplus:

© APA-Grafik

Inländische Online-Shops verzeichneten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Österreicher gaben bei ausländischen Online-Händlern mit rund 4,2 Milliarden Euro (plus 5 Prozent) etwas mehr als im Inland aus. Bei den heimischen Online-Händlern sieht Buchmüller noch Verbesserungspotenzial. "Natürlich müssen wir besser werden." Die Wirtschaftskammer fordert auch weiterhin Steuergerechtigkeit und Wettbewerbsgleichheit zwischen in- und ausländischen Online-Anbietern.

Mehr Beschäftigte

Steigende Umsätze ließen auch die Beschäftigtenzahlen im heimischen Einzelhandel steigen. Die Personalstand erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 337.100. Die Teilzeitquote lag bei 49 Prozent, der Frauenanteil bei 73 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren verzeichnete der Einzelhandel immer ein Beschäftigtenplus.

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In nächster Zeit muss Österreich für die Umsetzung der Richtlinie über unlautere Handelspraktiken (UTP) noch Rechts- und Verwaltungsvorschriften erlassen. Bis spätestens 1. November 2021 müssen die Maßnahmen angewendet werden. "Wir können absolut mit der Richtlinie leben", so Thalbauer. Es dürfe aber nicht zu einer Übererfüllung von EU-Mindeststandards ("Gold Plating") kommen.

Die Gewerkschaft wollte der Bilanz der Arbeitgeber noch einen Aspekt hinzufügen. "Insbesondere das exzessive Ausnutzen der Öffnungszeiten zu Weihnachten und zu Silvester führte zu großem Unmut", so die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber, am Freitag in einer Aussendung. Um eine attraktive Branche zu sein, müssten die Arbeitgeber "mehr Augenmerk auf die Arbeitszeitqualität" legen. (APA)


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