Verbraucherpreise zogen zum Jahresauftakt weiter an

Am stärksten zogen im Jänner die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 2,2 Prozent an. Es folgten Energie mit einer Teuerungsrate von 1,8 Prozent.

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Luxemburg - Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind zu Jahresbeginn kräftiger gestiegen. Die Teuerungsrate in den 19 Ländern der Währungsunion lag im Jänner bei voraussichtlich 1,4 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Dezember waren es noch 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gewesen.

Am stärksten zogen im Jänner die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 2,2 Prozent an. Es folgten Energie mit einer Teuerungsrate von 1,8 Prozent und Dienstleistungen mit 1,5 Prozent. Die Preise für Industriegüter legten dagegen lediglich um 0,5 Prozent zu.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflation von knapp zwei Prozent an, da sie dieses Niveau als optimal für die Wirtschaft erachtet. Sie verfehlt das Ziel aber seit Jahren.

Die Digitalisierung und Globalisierung aller Wirtschaftszweige sorgt weltweit dafür, dass die Inflation inzwischen vergleichsweise niedrig ausfällt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat eine umfassende Überprüfung der geldpolitischen Strategie der Notenbank angekündigt. In deren Zentrum steht das Inflationsziel. Die EZB hatte ihre Strategie letztmals 2003 überarbeitet.

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Eurozone schwächelte Ende 2019

Die Eurozone hat im vierten Quartal 2019 das schwächste Wirtschaftswachstum des Jahres erzielt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Länder erhöhte sich lediglich um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit 0,2 Prozent gerechnet, nachdem es im dritten Quartal noch ein Plus von 0,3 Prozent gab.

In Frankreich und Italien schrumpfte die Wirtschaftsleistung in den letzten drei Monaten des Jahres. In Spanien wuchs die Wirtschaft dagegen schneller als von Experten erwartet.

Zum Vorjahreszeitraum stieg das BIP im vierten Quartal um 1,0 Prozent. Hier war ein Anstieg von 1,1 Prozent erwartet worden. Im Gesamtjahr 2019 erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone nach ersten Berechnungen von Eurostat um 1,2 Prozent. (APA/AFP/Reuters)


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