Leichtathletik-Weltverband verbietet Kipchoges Rekordschuhe von Wien

Gewissen Technologien in der Entwicklung des Schuhwerks werden Limits gesetzt. Der Rekordmarathon des Kenianers Eliud Kipchoge in Wien wäre damit so nicht mehr möglich.

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Der Rekord von Eliud Kipchoge bei dessen Marathon unter 2 Stunden am 12. Oktober im Wiener Prater wäre mit den verwendeten Schuhen nicht mehr möglich.
© HERBERT NEUBAUER

London – Der Internationale Leichtathletik-Verband (World Athletics) hat am Freitag eine Regeländerung für die Beschaffenheit von Laufschuhen beschlossen. Dabei werden gewissen Technologien in der Entwicklung des Schuhwerks Limits gesetzt. Der Rekord von Eliud Kipchoge bei dessen Marathon unter 2 Stunden am 12. Oktober im Wiener Prater etwa wäre mit den vom Kenianer verwendeten Schuhen so nicht mehr möglich.

Konkret gab World Athletics an, dass Straßenlaufschuhe künftig Sohlen mit einer Stärke von nicht mehr als 40 Millimeter haben dürfen und nicht mehr als eine steife eingebettete Platte haben sollen. Kipchoges Schuhe – wie jene von Brigid Kosgei bei ihrem Chicago-Weltrekord – der Marke Nike Vaporfly zu seiner Marathonzeit von 1:59:40 Stunden haben über dreifache Carbonplatten und stark zusammengepresste Luftkissen verfügt. Laut Nike könne man damit um vier Prozent ökonomischer laufen.

Eine neue Regelung besagt zudem, dass ab 30. April alle bei Wettkämpfen verwendeten Schuhe zumindest vier Monate lang schon im öffentlichen Verkauf erhältlich gewesen sein müssen. World Athletics kündigte an, eine Expertengruppe einzusetzen, um sich mit dem Thema Schuh-Technologie weiter auseinanderzusetzen. (APA/Reuters)


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