Irisches Galway ist jetzt Europäische Kulturhauptstadt

Neben der kroatischen Hafenstadt Rijeka ist auch das ehemalige irische Fischerdorf Galway seit Samstag Europäische Kulturhauptstadt 2020. Die Stadt mit 80.000 Einwohnern ist vor allem bei Studenten beliebt.

Galway.
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Galway – Neben der kroatischen Hafenstadt Rijeka ist auch das ehemalige irische Fischerdorf Galway seit Samstag Europäische Kulturhauptstadt 2020. Bis nächstes Jahr widmen sich fast 2.000 Veranstaltungen den Themen Sprache, Landschaft und Migration. Galway hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer vor allem bei Studenten beliebten Stadt mit 80.000 Einwohnern gemausert.

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung finden in Irland an mehreren Orten bis zum 7. Februar statt und orientieren sich am keltischen Kalender. Das Programm von Galway, das als Hochburg für die traditionelle irische Musik gilt, steht unter dem Motto "Let the Magic In" (etwa: "Lass' den Zauber rein"). Gaukler, Tänzer und Freudenfeuer gehören zu den Eröffnungszeremonien in der ersten Woche.

In den nächsten Monaten wird auch eine Interpretation eines uralten literarischen Epos, der Geschichte von Gilgamesch, dargeboten. Eine Installation namens "Borderline" (Grenzlinie) soll an den gerade vollzogenen Brexit erinnern und am St. Patrick's Day im März werden die Connemara-Berge in Grün erstrahlen. Am 17. März starb der heilige Patrick (um 385-461), der im 5. Jahrhundert an der Verbreitung des christlichen Glaubens auf der "Grünen Insel" beteiligt war

Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden zwei Städte ernannt - eine aus den alten EU-Staaten und eine aus den neuen. Österreich stellte mit Graz (2003) und Linz (2009) zwei Kulturhauptstädte seit Beginn der Initiative 1985. Als nächstes ist Bad Ischl im Jahr 2024 dran. (APA/dpa)

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