General Winter zum Trotz: Tiroler Teams rüsten sich für Cup-Fights

Während die WSG Tirol bei der Rückreise aus Spanien nicht nur Cup-Fieber im Gepäck hat, hieß die Realität für den FC Wacker bereits gestern wieder Kunstrasen.

Nach sonnigen Tagen in Spanien wollen Rieder, Yeboah, Petsos und Dedic (v. l.) in Lustenau sicher nicht baden gehen.
© Gruber

Austria Lustenau - WSG Tirol (Samstag, 15.00 Uhr)

Am letzten Tag des Trainingslagers in Spanien weinte gestern der Himmel über den WSG-Kickern, die heute zurück nach Tirol fliegen. Und ein nasser Platz und etwas kühlere Temperaturen waren Coach Thommy Silberberger nach vielen sonnigen und trockenen Tagen vor dem ÖFB-Cup-Viertelfinale bei Austria Lustenau gar nicht unrecht: „Es wird in der Heimat wieder kälter und holpriger für uns.“

Nachdem man in Campoamor auf „Teppichrasen“ trainieren konnte, muss man im Ländle am Samstag (15 Uhr) mit kleinen Unebenheiten am Geläuf rechnen. „Wir freuen uns dennoch riesig auf einen echten Pokalfight, den wir natürlich gewinnen wollen. Was der Cup mit sich bringt, wurde uns am Dienstag im deutschen Fußball wieder gezeigt“, spielte Silberberger u. a. auf das Aus der favorisierten Dortmunder an.

Personell bereiten mit Bruno Soares (hatte einen Tag Fieber) und Stefan Hager (stauchte sich das Handgelenk) nur zwei Innenverteidiger leichte Sorgen, ansonsten sind alle Mann wohlauf. Die vier Neuerwerbungen der Lustenauer (u. a. der Ex-Linzer Andy Reyes) bereiten Silberberger auch keine schlaflosen Nächte: „Wir sind vorbereitet.“ Nach nur einem Tag in Tirol geht es schon morgen nach Vorarlberg. (lex)

SKN St. Pölten - FC Wacker Innsbruck (Freitag, 18.00 Uhr)

Kaum geht der Fußball bei uns los, funkt General Winter beinhart dazwischen. Bitter für den FC Wacker, der die Vorbereitung für das morgige Pokal-Viertelfinale in St. Pölten gestern mit Sturmhauben und Handschuhen absolvieren musste. Von den perfekten Raseneinheiten im türkischen Trainingcamp direkt auf den freigeräumten Tiroler Kunst­rasen – für Trainer Thomas Grumser kein Grund zum Lamentieren. „Gegen das Wetter sind wir machtlos. Das müssen wir nehmen, wie es eben ist. Wir sind voll auf den Start gegen St. Pölten fokussiert, das allein zählt.“

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Vom gepflegten Grün in der Türkei auf den geräumten Kunstrasen – der FC Wacker absolviert die Cupvorbereitung im winterlichen Tirol.
© FCW

Je weiter man im Pokal kommt, desto interessanter wird der Bewerb. Für das Viertelfinale kassieren die Schwarzgrünen als Gastverein immerhin 39.000 Euro Prämie. Bisher war die Pokalreise des FC Wacker eine ebenso abwechslungs- wie erfolgreiche. Es begann mit dem 7:1-Erfolg in Kitzbühel, wurde mit dem 2:1-Sieg beim GAK fortgesetzt und gipfelte im 1:0-Erfolg gegen den WAC. „Für uns ist das Spiel gegen den St. Pölten enorm wichtig. Wir werden alles dafür tun, eine Überraschung zu schaffen und das Halbfinale zu erreichen“, so Grumser.

Vor sieben Jahren stand der FC Wacker das letzte Mal in einem ÖFB-Pokal-Viertelfinale: Am 16. April 2013 setzte es eine 0:3-Heimniederlage gegen Red Bull Salzburg. Mit dem FC Tirol stand am 27. Mai 2001 letztmals ein Tiroler Team im Finale. Gegen den FC Kärnten bezogen die Schützlinge von Kurt Jara nach Verlängerung eine überraschende 1:2-Niederlage.

Den letzten Pokaltitel feierte der FC Wacker vor 27 Jahren. Damals coachten interimsmäßig Werner Schwarz und Fuad Djulic, 3:1 wurde Rapid am 19. Juni 1993 durch Tore von Andrzej Lesiak, Vac­lav Danek und Michael Baur im Happel-Stadion geschlagen. Vom aktuellen Wacker-Kader war noch niemand auf der Welt, dafür erinnert sich der Coach noch gut an den „Feiertag“ in Wien. „Weil wir damals im Vorspiel um die österreichische U14-Meisterschaft die Austria 3:1 bezwangen und dann den ,Großen‘ die Daumen drückten“, so Grumser, der zusammen mit seinen „Jungs“ hart daran feilt, am Freitag ab 18 Uhr in der NV-Arena die Sensation zu schaffen. (w.m.)


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