Dopingprozess gegen Servicemann abgesagt und auf April verschoben

Laut Anklage soll der 34-Jährige zwischen Februar 2014 und Mai 2019 Wachstumshormone und Blutdopingbeutel an Athleten oder Mittelsmänner übergeben haben.

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Innsbruck – Der Prozess in der Doping-Causa rund um die „Operation Aderlass“ gegen einen ehemaligen Techniker und Servicemann wurde am Montag am Landesgericht Innsbruck abgesagt und auf den 20. April verschoben. Der Angeklagte hatte im Vorfeld zusätzliche Beweisanträge gestellt, unter anderem die Einvernahme weiterer Zeugen, sagte Landesgerichtssprecher Andreas Stutter.

Der 34-Jährige war wegen schweren Betrugs und wegen Vergehen nach dem Anti-Doping-Bundesgesetz angeklagt. Er soll laut Anklage zwischen Februar 2014 und Mai 2019 den deutschen Sportmediziner Mark S. unterstützt haben, indem er Wachstumshormone und Blutdopingbeutel an Athleten oder Mittelsmänner übergab. Zudem soll er Sportler an den deutschen Arzt vermittelt haben.

Der Prozess war ursprünglich bereits für den 19. Dezember anberaumt gewesen. Damals wurde die Verhandlung jedoch über Antrag des Angeklagten vertagt. Von der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) wurde der auch als Triathlon-Betreuer tätige Verdächtige wegen umfangreicher Verstöße gegen die Anti-Doping Bestimmungen des Internationalen Triathlon-Verbandes (ITU) bereits für acht Jahre gesperrt.

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Bei der „Operation Aderlass“ handelt es sich um Ermittlungen in einer internationalen Blutdopingaffäre, die im Februar 2019 während der Nordischen WM in Seefeld sowie in Deutschland aufgeflogen ist. Die Liste der mutmaßlich in den Blutdoping-Skandal um den deutschen Arzt Mark S. verwickelten Sportler soll 24 Namen umfassen. Zudem sollen auch mehrere Trainer und Betreuer in den Skandal verwickelt sein.


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