Social-Media-Freunde prägen unser Essen

Eine neue Studie zeigt, Ernährung von anderen kann zu Junk Food, aber auch zu gesundem Lebensstil verleiten.

Wenn wir glauben, dass unsere Freunde viel Obst und Gemüse essen, tun wir das laut Studie auch.
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Birmingham – Nutzer von sozialen Medien kopieren die Ernähungsgewohnheiten, die ihre Freunde in ihren Profilen präsentieren. Dies kann einerseits dazu verleiten, mehr Junk Food in sich reinzustopfen. Das Phänomen kann andererseits auch nützlich sein, um Menschen zu einem gesünderen Lebensstil zu führen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Aston University.

„Wir scheinen bei unseren Ernährungsentscheidungen unterbewusst die von anderen Menschen zu berücksichtigen. Wenn wir glauben, dass unsere Freunde viel Obst und Gemüse essen, tun wir das auch. Das bedeutet, wir können Social Media als ein Werkzeug verwenden, um Nutzer in eine bestimmte Richtung zu steuern“, meint Ko-Studienleiterin Lily Hawkins. Für die Studie führten die Forscher eine Befragung von 369 Studenten durch. Sie sollten schätzen, wie viel Obst und Gemüse ihre Facebook-Freunde täglich zu sich nehmen. Sie sollten auch angeben, wie oft sie sich selbst gesund ernähren. Das Forschungsteam der Universität stellte schließlich einen Zusammenhang zwischen den wahrgenommenen Ernährungsgewohnheiten der Freunde und denen der Befragten fest.

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Vor allem in Großbritannien, wo die Studie stattgefunden hat, ist ungesunde Ernährung ein großes Problem. Zahlen des britischen National Health Service zufolge haben im Jahr 2018 nur 28 Prozent der Erwachsenen die empfohlene tägliche Menge an Obst und Gemüse zu sich genommen. Den Forschern zufolge ist es wichtig, in sozialen Medien Beispiele von gesunder Ernährung zu verbreiten, um Nutzer in die richtige Richtung zu lenken. (pte)

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