Coronavirus hat jetzt offiziellen Namen „Covid-19"

„Co" steht für „Corona", „vi" für „Virus" und „d" für „disease" (Krankheit). Das teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag beim Expertengipfel in Genf mit.

„2019-nCoV" war der provisorische Name für das Virus, offiziell benannt ist es nun „Covid-19".
© AFP/Menzies

Genf – Das neuartige Coronavirus trägt nun offiziell den Namen „Covid-19". Der Name ersetze die bisherige Bezeichnung 2019-nCoV, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag beim Expertengipfel in Genf mit. „Co" steht demnach für „Corona", „vi" für „Virus" und „d" für „disease" (Krankheit).

2019-nCoV war demnach der provisorische Name für das Virus, nachdem die Krankheit in Erscheinung getreten war. Die neue Bezeichnung Covid-19 sei ausgewählt worden, weil sie einfach auszusprechen sei und kein Land und keine bestimmte Bevölkerung stigmatisiere, sagte WHO-Chef Tedros.

Er sehe zudem eine „realistische Chance", die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen. „Wenn wir jetzt investieren, haben wir eine realistische Chance, diesen Ausbruch zu stoppen", sagte Tedros.

WHO-Chef sieht „sehr ernste Bedrohung" für die Welt

„Covid-19" ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile eine weltweite Bedrohung. Zwar beschränkten sich derzeit noch rund 99 Prozent der Infektionsfälle auf China, doch stelle das Virus auch eine „sehr ernste Bedrohung für den Rest der Welt dar", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf zum Auftakt der internationalen Experten-Konferenz.

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„Das Wichtigste ist, die Ausbreitung aufzuhalten und Leben zu retten", sagte Tedros vor den rund 400 Forschern und Experten aus aller Welt. „Gemeinsam können wir das schaffen", fügte er hinzu. Der WHO-Chef forderte alle betroffenen Länder erneut auf, ihre medizinischen und wissenschaftlichen Daten zu teilen. Gleichzeitig rief er zu globaler Solidarität auf.

Das zweitägige von der WHO (Dienstag und Mittwoch) organisierte Treffen soll zur Eindämmung der Krankheit beitragen. Forscher arbeiten derzeit an einem Impfstoff und gehen den Verbreitungswegen der Atemwegserkrankung auf den Grund. Vermutlich wurde das Virus im Dezember auf einem Fischmarkt der Stadt Wuhan, auf dem auch Wildtiere verkauft wurden, erstmals auf Menschen übertragen. Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen die Erkrankung. (APA/AFP/TT.com)


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