Bericht: Starker Kostenanstieg drückt Airbnb ins Minus

Airbnb gibt viel Geld aus, um Sicherheitslücken zu schließen. Wegen des Coronavirus könnte sich zudem der geplante Börsengang der Vermittlungsplattform verschieben.

Das Geschäft in China sei um rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, weil das Virus den Reiseverkehr unterbricht.
© Foto Rudy De Moor / Tiroler Tage

San Francisco – Airbnb ist wegen deutlich höherer Kosten in den ersten neun Monaten 2019 ins Minus gerutscht. Die Zimmervermittlungsplattform habe in diesem Zeitraum einen Verlust von 322 Millionen Dollar (295 Millionen Euro) gemacht, schrieb das Wall Street Journal am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum habe es noch einen Gewinn von 200 Millionen Dollar gegeben. Ein starker Kostenanstieg habe die Bilanz erheblich belastet, heißt es in dem Bericht.

So gebe Airbnb etwa viel Geld aus, um Sicherheitslücken seiner Plattform zu schließen. Die roten Zahlen kämen angesichts des für 2020 geplanten Börsengangs ungelegen, da sie den Aktienpreis drücken könnten. Zuletzt war Airbnb mit 31 Milliarden Dollar bewertet worden.

Ohnehin sei mit dem Börsendebüt wohl nicht vor dem dritten Quartal zu rechnen, zitierte die Zeitung Quellen aus dem nahen Umfeld des Unternehmens. Das Timing hänge auch von den Folgen des Coronavirus ab, der Airbnb im wichtigen Wachstumsmarkt China massiv belaste. Das Geschäft in China sei um rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, weil das Virus den Reiseverkehr unterbricht und die Buchungen in einigen Städten ausgesetzt wurden. (dpa, TT.com)


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