Schröcksnadel über Parallel-Rennen: „Ich würde sie weglassen"

Sportliche Ungerechtigkeiten und das erhöhte Verletzungsrisiko bewegten auch den ÖSV-Boss in der Causa Parallel-Rennen zu einem Umdenken.

Neue Helden braucht der Skisport: Peter Schröcksnadel würde den neuen Ski-Superstar gerne in seinen eigenen Reihen sehen.
© GEPA pictures/ Mario Buehner

Innsbruck – In der Diskussion um die Parallel-Rennen im alpinen Ski-Sport hat sich nun auch Österreichs Verbandspräsident Peter Schröcksnadel (78) gegen das Format ausgesprochen. „So wie es sich für mich darstellt, würde ich sie weglassen“, sagte Schröcksnadel zu Ö3.

Die in einem Lauf ausgetragenen Duelle seien sportlich ungerecht. „Aber für mich ist das Hauptproblem: Es verletzten sich für die Menge der Bewerbe sehr viele Leute.“ Vor zwei Jahren hatte er noch anders gedacht und die Parallel-Rennen als Ersatz für die ungeliebte Superkombination gesehen. „Ich bin dafür, die Superkombi beizubehalten, die ja in Wengen gut funktioniert hat, und nicht die Parallelrennen“, erklärte Schröcksnadel im Standard.

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Auf die Frage, ob sich der Weltcup nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher neu finden müsse, sagte Schröcksnadel zu Ö3: „Es ist halt im Sport so, dass du entweder einen Helden willst, oder du willst, dass der Held verliert. Das ist die Polarisierung im Sport. Die haben wir im Moment gar nicht, weil es immer andere Sieger gibt. Im Moment sucht der Skisport seinen Helden. Und ich hoffe, dass der nächste Held wieder von uns kommt.“ (APA)

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