Von Jaspin bis Evabeth: Fantasie-Babynamen bei britischen Eltern im Trend

Eine Umfrage unter britischen Eltern hat ergeben, dass viele ihren Kindern in der Hoffnung auf eine spätere Web-Karriere selbst ausgedachte Vornamen geben würden. Das soll den Kleinen mehr Aufmerksamkeit bringen.

(Symbolfoto)
© APA

London – Junge britische Eltern wollen ihre Kinder heutzutage oft zu späteren Social-Media-Stars machen und geben ihnen dafür extravagante, selbst erdachte Namen. Dazu gehören Wortschöpfungen wie Jaspin, Elisobelle, Wrenlow und Maevery. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Website ChannelMum.

„Shakespeare hat viele Kindernamen erfunden, die langfristig bestehen blieben, wie Imogen oder Jessica. Jetzt bedeutet der Social-Media-Boom, dass wir alle Autoren sind. Eltern erfinden neue Namen für ihre Kinder, um ihnen einen einzigartigen Start in ihr Leben zu geben“, sagt die ChannelMum-Vloggerin Sarah Jayne Strum.

Die Umfrage wurde unter 1772 britischen Elternteilen durchgeführt. Sieben Prozent der Befragten haben ihren Kindern bereits einen selbst erdachten Namen gegeben, 65 Prozent denken zumindest darüber nach, das zu tun. Fast alle (94 Prozent) sind der Meinung, dass neue Namensschöpfungen momentan im Trend liegen.

Inspiriation „Game of Thrones“

Originelle Namen wie Tovin oder Evabeth helfen Kindern laut 72 Prozent der Umfrageteilnehmer dabei, aus der Masse hervorzustechen. Ein Drittel glaubt, das würde ihnen dabei helfen, sich als etwas Besonderes zu fühlen. Einer von 50 Befragten würde so einen Namen auswählen, um den Kleinen im späteren Leben einen Vorteil im Social Web zu verschaffen. Beim Aussuchen würden zehn Prozent der Befragten zwei gewöhnliche Namen zu einer Art Hybridform kombinieren. Ein Drittel lässt sich von Filmen oder Serien wie „Game of Thrones“ inspirieren.

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Allerdings meinen 16 Prozent der Eltern, dass ein zu ausgefallener Name ein schlechtes Bild auf sie werfen würde. Etwa 62 Prozent fürchten, dass ihr Kind aufgrund des Namens verspottet wird. Ein Drittel meint, dass ein zu extravaganter Name bei Schullehrern für einen Nachteil sorgt. Von den Befragten, die bereits einen kreativen Namen gefunden haben, sind 13 Prozent besorgt, er könne gestohlen werden. (pte)


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