Mindestens 21 Tote nach Schneefällen und Lawinen in Afghanistan

Einem Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde in Kabul zufolge wurden in der Provinz Daikundi 26 Häuser teils oder ganz zerstört.

Schnee in Afghanistan.
© ZAKERIA HASHIMI

Kabul – In Afghanistan sind nach heftigen Schneefällen mit Lawinenabgängen binnen fünf Tagen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten in der zentralafghanischen Provinz Daikundi seien sechs Mitglieder einer Familie, deren Haus von einer Lawine verschüttet wurde, teilten lokale Behörden am Donnerstag mit.

Auch eine Frau und ihr Neugeborenes seien gestorben, nachdem sie im Schneetreiben auf einer Straße steckengeblieben waren. Einem Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde in Kabul zufolge wurden zudem 26 Häuser teils oder ganz zerstört. In den am stärksten betroffenen Gebieten der Provinz seien Rettungsarbeiten im Gange, hieß es weiter. Zahlreiche Straßen seien seit mehreren Tagen unpassierbar, eine medizinische Versorgung der Menschen nicht gewährleistet.

Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, auf unnötige Reisen innerhalb der und in die Provinz zu verzichten. In Afghanistan sterben jeden Winter Dutzende Menschen nach heftigen Schneefällen. Nach Lawinen fehlen Menschen und Gerät, um Verschüttete zu bergen. Viele Regionen sind schwer erreichbar. (APA/dpa)


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