Schriftstellerin Asli Erdogan in Türkei überraschend freigesprochen

Die türkische Schrifstellerin und Aktivistin Asli Erdogan wurde vom Vorwurf des "Terrorismus" freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte zuvor ihre Verurteilung gefordert.

Bürgerrechte-Aktivistin Asli Erdogan.
© DANIEL ROLAND

Ankara – Die türkische Schriftstellerin und Bürgerrechte-Aktivistin Asli Erdogan ist von einem Gericht in Istanbul vom Vorwurf des "Terrorismus" freigesprochen. Die Richter befanden Erdogan als der "Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung" sowie "Zersetzungsversuchen" nicht schuldig, wie am Freitag bekannt wurde.

Das Gericht ordnete zudem die Einstellung eines Verfahrens wegen "Terrorpropaganda" gegen die Autorin an. Ihr war wegen ihrer Tätigkeit für die im August 2016 geschlossene kurdische Zeitung "Özgür Gündem" "Terrorpropaganda" für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen worden.

📽 Video | Überraschender Freispruch für Asli Erdogan

Erdogan, die nicht mit dem gleichnamigen türkischen Präsidenten verwandt ist, lebt derzeit in Deutschland. Zwischen 2012 und 2013 verbrachte die Autorin als offizielle Exilschreiberin ("Writer in Exile") der Stadt Graz mehrere Monate in Österreich. Sie ist Trägerin des Bruno-Kreisky-Preises für Verdienste um die Menschenrechte und des Grazer Menschenrechtspreises. (APA)

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