Sozialwirtschaft: Gewerkschaft ruft in Tirol zur Krisensitzung

Nach den erneut gescheiterten KV-Verhandlungen für die Mitarbeiter in der Sozialwirtschaft Österreich haben die Gewerkschaften GPA-djp und vida Warnstreiks angekündigt.

Bereits in den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Warnstreiks, Protestaktionen und Betriebsversammlungen.
© ÖGB Tirol

Innsbruck – Aufgrund der erneut gescheiterten KV-Verhandlungen für den privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich (Sozialwirtschaft Österreich, SWÖ) haben die beiden verhandelnden Gewerkschaften GPA-djp und vida Warnstreiks angekündigt – auch in Tirol.

Die Vorbereitungen laufen laut Ralf Wiestner, betreuender Sekretär der Gewerkschaft GPA-djp Tirol, auf Hochtouren und er kündigt weitere Streiks, Protestmaßnahmen und Betriebsversammlungen in Tirol an. „Wir werden am 24. Februar um 18 Uhr in der GPA-djp gemeinsam mit den Betriebsräten im Rahmen eines Krisengesprächs die weitere Vorgehensweise besprechen", so Wiestner. Fix sei: Auch in Tirol werde es am 26. und 27. Februar Streiks geben.

SWÖ-Bereich in Tirol

Welche Betriebe unter den SWÖ-Bereich in Tirol fallen, ist unter folgendem Link aufgelistet: www.bags-kv.at

Ziel der Gewerkschaften ist die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Bereits in den vergangenen Tagen haben die Beschäftigten der SWÖ-Branche mit zahlreichen Warnstreiks, Protestaktionen und Betriebsversammlungen ihre Entschlossenheit signalisiert. Die Arbeitgeberseite lehnt eine flächendeckende 35-Stunden-Woche kategorisch ab.

In Tirol arbeiten rund 11.000 Beschäftigte im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich, sie pflegen und betreuen rund 47.000 Menschen. Die größten Tiroler Betriebe, die in den SWÖ-Bereich fallen, sind die Lebenshilfe und die ISD. Die Kollektivvertragsverhandlungen werden am 2. März fortgesetzt. (TT.com)


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