Lkw-Fahrverbote: Valean stellt Maßnahmen gegen Tirol in den Raum

EU-Verkehrskommissarin Adina Valean stellte am Donnerstag im Europaparlament Maßnahmen gegen die Tiroler Fahrverbote in den Raum. Ihre Aussagen haben in Tirol erneut heftige Kritik hervorgerufen.

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Elisabeth Schönauer • 20.02.2020 19:44
Mit einem hat der Herr Ferber recht. Die Speditionen im Unterinntal unterlaufen die Fahrverbote. Da wird aus einem Transitverkehr durch eine schnelle Fahrt durch den Ladehof in Wörgl, samt Austausch von Frachtpapieren und Fahrtenschreiber ein Tiroler Ziel-, Quellverkehr. Die Landespolitik weiß das natürlich, aber will es nicht wissen, weil da geht’s ja um Parteisponsoren.
Fritz Gurgiser • 20.02.2020 20:56
Der gute EU-Abgeordnete Markus Ferber - natürlich CSU und EVP - ist uns seit Jahrzehnten als gewöhnlicher bayerischer Transitlobbyist bekannt. Und alles, was er und Sie behaupten, sollte auf den Tisch gelegt werden. Alles andere ist primitive Anpatzerei, denn seit 1989 (!) gibt es kein einziges Transit-LKW-Fahrverbot durch Tirol, welches für Tiroler Frächter nicht gilt. Genau das Gegenteil, was dieser seltsame Parlamentarier heute im Europaparlament gegenüber der desorientierten EU-Kommissarin behauptet hat und seit Jahren ohne einen Beweis von den primitiven, rücksichts- und respektlosen Transitlobbyisten im Norden und Süden behauptet - bzw. gelogen - wird. Aber es ist gut, denn damit stärken Sie uns allen den Rücken und wir werden die bestehenden Transit-Lkw-Fahrverbote weiter verschärfen - wenn es jemanden nicht passt, kann sie/er die "EU-Reisefreiheit wie jeder Pkw nehmen und einen der anderen 20 Alpenübergänge auf Schiene oder Straße wählen". Um Müll, Schrott, Steine, Erden und sonstigen Plunder von Nord nach Süd oder umgekehrt "Just in time" auf Fahrzeugen zu karren, die weder in Deutschland, Österreich oder Italien Fahrzeug- und Mitarbeitersteuern bezahlen. Wir an der Brennerstrecke von Rosenheim und Verona sind nicht beleidigt, auch die Tiroler Politik und Behörden werden das locker überleben. Fritz Gurgiser, Obmann Transitforum Austria-Tirol
Hubert Steiner • 20.02.2020 17:13
Von einer drittklassigen Ministerin kann man auch nicht mehr erwarten. Da ist halt noch der Eselkarren ziemlich präsent.
Zenleser Andreas • 20.02.2020 16:12
Ich glaube Adina Valean ist das Ende der EU wenn sie so weitermacht.
Fritz Gurgiser • 20.02.2020 21:02
Sie ist zu unbedeutend; es sind die Mitgliedstaaten und das Parlament, welche bspw. seit 1995 die Wegekostenrichtlinie blockieren, das Halten von Lenkradlohnsklaven dulden (Monatslohn brutto für einen rumänischen Lkw-Transitfahrer € 5.143,00, top aktuell von der WKÖ bestätigt), für das Sozial- und Steuerdumping und damit das Auslagern von gut bezahlten Arbeitsplätzen in Billiglohnländer ermöglichen usw.. Die EU-Kommission kann nur auf Forderung der Mitgliedstaaten Vorschläge auf Grundlage des Europarechts machen - Parlament und Rat, seit 1995 mit unseren Parlamentariern und Ministern - stimmen zu oder nicht. Solange aber zwischen Kufstein und Salurn keine Einigkeit herrscht, nur am 20. Februar beim Gedenken an Andreas Hofer etc. und dann wieder getrennte Wege gegangen werden, solange können sie in Brüssel beruhigt die Hände in den Schoß legen. LG Fritz Gurgiser
Fritz Gurgiser • 21.02.2020 10:59
Wichtige Korrektur und danke für den Hinweis: Habe mich gestern im ersten berechtigten Ärger verschrieben und richtig heißt es: JAHRESBRUTTOLOHN für einen rumänischen Lkw-Transitfahrer € 5.143,00, top aktuell von der WKÖ bestätigt). Damit auch klar wird, wie mitten in Europa auf wessen Kosten dieses "Transit-Schmarotzertum" ständig steigt und steigt und steigt. Wer Interesse hat, kann diese Fahrer an den Wochenenden gerne auf den legalen ASFINAG-Parkplätzen bei ihren Gaskocherpartys besuchen (Bild auf unserer Website) oder einmal dort nachschauen, wo österreichische Frächter mit Kennzeichen aus EU-Staaten ihnen auf ihren Firmengeländen das "Übernachten" und "Dahinvegetieren" ermöglichen, wo das Arbeitsinspektorat keinen Zutritt hat. Es reicht. Fritz Gurgiser
Marcus Zelger • 20.02.2020 15:02
Man könnte auf die Idee kommen eine der Brücken bis zur Unmöglichkeit einer Sanierung "verkommen" und nur mehr für den Pkw Verkehr sicher zumutbar zu lassen. In den Orten im Wipptal könnte der Verkehr von vielen Ampeln gedrosselt werden, dann würden die Unmengen an ausländischen Lkw wohl eine schnellere und bequemere Route suchen.

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