Lippenstift im Test: Sieben von 13 mit Schadstoffen

Sieben Stifte erhielten wegen „problematischer" Substanzen die Note „weniger zufriedenstellend" bzw. fielen komplett durch. Auf zehn Produkten war in der Liste der Inhaltstoffe das umstrittende Titandioxid enthalten.

Die Verbraucherschützer nahmen Lippenstifte in roter Farbe unter die Lupe.
© pixabay

Wien – Lippenstift sollte eigentlich frei von Schadstoffen sein. Das Magazin Konsument hat nun genauer hingesehen. Das Ergebnis ist gelinde gesagt verheerend. In sieben von 13 getesteten Lippenstifte fanden die Tester problematische Substanzen und keine einziger konnte uneingeschränkt überzeugen.

Gerade bei einem Produkt, wie Lippenstift bedenklich, zudem schlucke man davon zwangsläufig einiges, so die Konsumentenschützer: bei regelmäßiger Anwendung in etwas vier ganze Stifte pro Jahr.

Konsument

Titanoxid und hormonwirksame Substanzen

Unter die Lupe genommen wurde rote Lippenfarbe. Darunter waren fünf Naturkosmetika, und mehr als die Hälfte der Erzeugnisse ist auch auf gängigen Online-Portalen erhältlich. Bei einigen Produkten befanden die Testerinnen, dass sich das Produkt auf den Lippen nicht gut anfühle, bei anderen ließen die Haltbarkeit über den Tag oder die Konsistenz zu wünschen übrig, und fast alle schützten nicht genug vor Austrocknung.

Sieben Stifte erhielten wegen „problematischer" Inhaltstoffe die Note „weniger zufriedenstellend" bzw. fielen komplett durch. Darunter war auch ein Erzeugnis mit Naturkosmetik-Label, in dem dennoch aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffen (MOAH) nachgewiesen wurden.

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Auf zehn Produkten war in der Liste der Inhaltstoffe Titandioxid enthalten, eine umstrittene Substanz, die möglicherweise krebserregend ist. Klarheit verschafft das allerdings nicht: Laut Kosmetikverordnung dürfen die Hersteller bei Lippenstiften, die es in mehreren Farben gibt, alle in der Palette verwendeten Farbstoffe aufführen. Das Titandioxid könnte also auch in einem Produkt mit anderer Farbe stecken.

Für VKI-Kosmetikexpertin Birgit Schiller ein Unding: „Diese Regelung nutzt allein den Herstellern. Als Verbraucherin weiß man nicht, ob die Substanzen enthalten sind oder nicht." Kritisiert wurde weiters der Einsatz von hormonwirksamen Substanzen in vier Produkten. Außerdem wurden recht häufig Duftstoffe festgestellt, die Allergien auslösen können. (TT.com)


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