Weltweite Schulden steigen auf 5300 Milliarden

Die Finanzlage großer Schuldner wie Japan oder USA ist angesichts schwächelnder Wirtschaft wackelig. Die weltweiten Staatsschulden stiegen insgesamt um vier Prozent auf 5300 Milliarden, so viel wie noch nie.

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© APA (AFP)

London - Die Schulden der Regierungen weltweit werden bis Ende des Jahres so hoch sein wie noch nie. Allein in diesem Jahr müssten rund 8000 Milliarden Dollar aufgenommen werden, schätzt die Ratingagentur S&P. Insgesamt dürften sich die Schulden bis Jahresende auf die Rekordsumme von 53 Billionen Dollar belaufen, fünf Prozent mehr als Ende 2019.

Der Anstieg sei auf den höheren Bedarf der größten Schuldner zurückzuführen, deren Finanzlage 2020 aufgrund der schwächelnden Wirtschaftsaussichten wackeliger werde, teilte S&P mit.

Die größten Schuldner sind S&P zufolge weiterhin die USA und Japan. Sie stehen für 60 Prozent der Gesamtsumme. Ihnen folgen China, Italien, Brasilien und Frankreich, die zusammen 17 Prozent ausmachen. Die 20 größten Schwellenländer würden dieses Jahr Anleihen über 1,6 Billionen Dollar ausgeben, prognostiziert die Ratingagentur. Das sind vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr und so viel wie noch nie. (APA/Reuters)

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