5:2-Sieg über Fehervar: Die Haie bleiben im Play-off-Rennen

Die Innsbrucker Haie bewahrten im Endspiel gegen Fehervar mit einem 5:2-Sieg die Nerven. Weil Znojmo in Villach punktete, bleibt es drei Runden vor Schluss vorerst bei Rang vier.

Caleb Herbert (r.) war mit einem Doppelpack und einer Vorlage Matchwinner für die Haie.
© Amir Beganovic

Von Alexander Gruber

Innsburck – Den Haien blieb gestern im nächsten Sechs-Punkte-Spiel gegen Fehervar nicht nur zu Beginn ein bisschen die Luft weg. 2000 Fans stockte in Minute 18 der Atem als Jesper Thörnberg, der blendend in Form ist, nach einem Check zusammensackte wie ein nasser Sack. Der Schwede lag regungslos am Eis und wurde nach einige Minuten abtransportiert. Da setzte keiner mehr darauf, dass man ihn an diesem Abend bald wiedersehen sollte. Aber der Reihe nach:

Die Haie brauchten knapp zehn Minuten um richtig an Fahrt aufzunehmen. Zunächst wurde Mike Boivin fragwürdigerweise wegen Abseits zurückgepfiffen (11.), die Chancen nahmen zu und schließlich fälschte Caleb Herbert einen Schuss von Luc Snuggerud unhaltbar zum 1:0 (17.) ab. Wenig später scheiterte Tyler Spurgeon an der Querlatte, ehe der kurzfristige K.o. von Thörnberg kam.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Hausherren, wieder mit Thörnberg, die Schlagzahl und Herbert setzte mit einer schönen Einzelleistung das 2:0 (29.) drauf. Der Anschlusstreffer der Ungarn – die Innsbrucker liefen in einen unnötigen Konter – kam in dieser Phase wie aus dem Nichts (2:1/30.). John Lammers rückte im Powerplay nach Spurgeon-Vorarbeit – für beide Edelroutiniers war es der bereits zehnte Scorer-Punkt in der Quali-Runde – die Kräfteverhältnisse mit dem 3:1 (34.) wieder zurecht. Und als Miha-Zajc nach dem zweiten Assist von Snuggerud die Scheibe zum vierten Treffer (38.) in die Maschen drosch, war die Messe so gut wie gelesen.

Die Pallin-Truppe fand am gestrigen Abend auch auf die kalte Dusche im Schlussdrittel (4:2/41.) die richtige Antwort: Toptorjäger Joel Broda netzte in Überzahl nach perfekter Herbert-Vorarbeit zum 5:2 (47.) ein. Thörnberg lag dann mit blutender Nase übrigens noch einmal flach und hatte zurecht genug gesehen. Den Ungarn schwammen nicht nur die Felle davon, sie verloren auch ein bisschen die Nerven. Die Haie spielten die Uhr dann trocken zum vierten Sieg in der Quali-Runde herunter.

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Der Vorstoß auf Rang drei blieb zwar gestern noch aus, vor dem Auswärtsspiel in Dornbirn (Sonntag/17.30 Uhr) bleiben die Haie aber voll im Play-off-Rennen.

Ergebnisse Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Freitag:

Qualifikationsrunde, 7. Runde:

HC Innsbruck - Fehervar AV19 5:2 (1:0,3:1,1:1). Tore: Herbert (17., 29.), Lammers (34./PP), Zajc (39.), Broda (47./PP) bzw. Sarauer (30./PP), Erdely (41./PP)

EHC Black Wings Linz - Dornbirner EC 5:3 (1:2,2:0,2:1). Tore: Lebler (16., 45.), Fejes (21., 48./SH), Schofield (38.) bzw. Antonitsch (8., 16.), Macierzynski (60.)

VSV - HC Znojmo 2:1 n.V. (0:0,0:1,1:0;1:0). Tore: Pöyhönen (44./PP), Collins (61.) bzw. Svoboda (34.)

Pick Round, 7. Runde:

Graz99ers - KAC 2:5 (1:2,0:1,1:2). Tore: Hillding (4.), Dodero (47.) bzw. Hundertpfund (16.), Obersteiner (18., 51./PP), Koch (20./PP, 54.)

HCB Südtirol - EC Red Bull Salzburg 3:1 (0:1,1:0,2:0). Tore: Insam (31.), Hargrove (53./PP), Arniel (60./EN) bzw. Schiechl (13.)


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