Zwei Kinder erstochen im Auto: Mutter starb nach Sturz im Stiegenhaus

Auf einem Firmengelände in Oberbayern macht die Polizei eine grausige Entdeckung: Nachdem sich eine Mitarbeiterin im Treppenhaus in die Tiefe gestürzt hat, finden die Ermittler ihre beiden Kleinkinder erstochen im Auto auf dem Parkplatz. Der Vater wird psychologisch betreut.

(Symbolbild)
© dpa

Manching – Nach dem mutmaßlichen Selbstmord einer 38 Jahre alten Frau hat die Polizei im oberbayerischen Manching zwei tote Kleinkinder gefunden. Dabei handele es sich um die beiden 10 Monate und 3 Jahre alten Kinder der Frau, teilten die Beamten mit. Ein Zeuge hatte nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag auf einem Firmengelände den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert, nachdem er beobachtet hatte, wie sich eine Frau im Treppenhaus eines Bürogebäudes im fünften Stock über ein Geländer in die Tiefe stürzte.

Nach den bisherigen Ermittlungen geschah dies in „suizidaler Absicht", sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Die 38-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wo sie in der Nacht ihren schweren Verletzungen erlag. Im Auto der Frau, das auf einem Firmenparkplatz abgestellt war, fanden Polizisten die Leichen der beiden Kinder. „Beide Mädchen wurden gewaltsam getötet", hieß es. Im Auto wurde auch die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, gefunden.

Hier finden Sie Hilfe

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizidgedanken betroffen sind, finden Sie hier Hilfe:

Die Telefonseelsorge ist unter 142 kostenfrei rund um die Uhr jeden Tag erreichbar. Die Beratung ist vertraulich. Mail- und Chatberatung: onlineberatung-telefonseelsorge.at

Rat auf Draht: kostenloser Notruf für Kinder und Jugendliche, Tel. 147 (ohne Vorwahl) rund um die Uhr, rataufdraht.at

Pro mente: promente-tirol.at

Psychiatrische Ambulanz der Innsbrucker Klinik: Tel. +43 (0)50 504 23648

Notaufnahme des MZA, Anichstraße 35, Innsbruck, Tel. +43 (0)50 427 057

Psychosozialer Dienst in Hall in Tirol: psptirol.org, Tel. +43 (0)52 2354 9 11

Kriseninterventionsdienst des Roten Kreuzes: Notruf 144

Wie die Polizei auf Nachfrage weiter mitteilte, befand sich die Frau gegenwärtig in Elternzeit und habe sich daher nicht zur Arbeit in dem Firmengebäude aufhalten müssen. Sie habe aber als Mitarbeiterin Zugang zu dem Gebäude gehabt.

Der Ehemann, mit dem die Frau zur Tatzeit zusammenlebte, wurde ebenso wie weitere Angehörige von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Familie stammt den Angaben zufolge aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Alle drei Leichen sollen am Montag obduziert werden. Weitere Angaben zum Tatgeschehen und den Hintergründen gab es nicht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt und der Kriminalpolizei dauern an. (dpa)

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