WSG Tirol atmet nach dem Kraftakt gegen den WAC durch

Nach dem 2:0 gegen den WAC kann die WSG den Blick wieder nach vorne richten. Gegen die Admira steht am Sonntag (17.00 Uhr/TT.com-Ticker) ein echtes Kellerduell auf dem Programm.

WSG-Abwehrchef Bruno Soares und Co. durften nach sieben Niederlagen endlich wieder über einen vollen Erfolg jubeln.
© APA/EXPA

Von Alex Gruber

Innsbruck, Wattens – Wie buchstabiert man „gewinnen“ und noch dazu „zu null“? Ein Gefühl, das die WSG Swarovski Tirol lange nicht mehr kannte. Nach dem 0:2 bei Rapid zum Frühjahrsauftakt und ingesamt sieben Niederlagen in Serie bei einem Torverhältnis von 4:26 wackelte die Hütte am Tabellenende ja schon gewaltig.

Die rote Laterne wurde man mit dem zweiten Heimsieg in dieser Saison zwar noch nicht los, aber zumindest wurde jede Menge Hoffnung geschöpft. „Wenn man den WAC schlagen kann, dann kann man auch die Admira schlagen“, blickte Benni Pranter auf das kommende Kellerduell am Sonntag (17.00 Uhr/TT.com-Ticker) voraus. Mit einem gewichtigen Nachsatz: „Das funktioniert aber nur, wenn wir mit der gleichen Intensität und Einstellung auflaufen.“

„Es war wichtig, dass wir die Niederlagenserie gebrochen haben. Denn mit zu viel Druck spielt niemand gut Fußball“, atmete auch Coach Thommy Silberberger durch, der wie viele andere im Stadion nach der Pause auch ein wenig die „Angst vorm Siegen“ roch: „Ferdl (Goalie Oswald; Anm.) hatte zwei, drei Topsaves. Ich bin stolz, dass die Jungs es über die Zeit gebracht haben“, hielt der Langzeit-Trainer im Lager der Kristallstädter fest. Im Wissen, dass in jedem Match „drei bis fünf Aktionen einfach für dich laufen müssen“. Mit Ione Cabrera (fehlte gegen die Kärntner wegen einer leichten Zerrung) und dem gesperrten Lukas Grgic kehren gegen die Admira zwei Leistungsträger in den Kader zurück.

Mit Michael Svoboda, der seinen Premierentreffer erzielte und auch eine Torvorlage lieferte, ging gegen den WAC auch einer voran, der vor zwei Jahren aus der Regionalliga kam. Der gelehrige 21-jährige Staubsauger gab sich aber wie immer bescheiden: „Ich habe nicht damit gehadert, dass ich gegen Rapid nur auf der Bank gesessen bin. Ich wollte mich gegen den WAC einfach wieder zeigen und habe versucht, meine Leistung zu bringen. Der Dreier ist umso schöner.“ Dass die Ränge sehr leer waren, nahm auch er zur Kenntnis: „Natürlich wollen wir wieder mehr Fans ins Stadion holen.“

Zwei Runden stehen jetzt bis zum Abstiegs-Play-off noch aus. „Wir müssen kompakt bleiben, weiter anschreiben und in der Quali-Runde dann voll da sein“, brachte es Kapitän Ferdinand Oswald auf den Punkt. Der erste Sieg nach sieben sieglosen Runden war ein Signal, dass die WSG am Leben ist.


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