Grumser braucht keinen Vergleich mit der WSG: „Hilft nicht weiter"

Nach dem 1:1 gegen Steyr stimmt beim FC Wacker Innsbruck der eingeschlagene Weg. Trainer Thomas Grumser geht es darum, alles weiter richtig einzuordnen.

Felix Mandl feierte gegen Vorwärts Steyr mit 16 Lenzen sein Zweitliga-Debüt für den FC Wacker.
© GEPA pictures/ Amir Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck – Wer glaubt, dass sich Wacker-Coach Thommy Gumser die Hände reibt, weil beim Zweitliga-Match des FCW am abgelaufenen Wochen­ende doppelt so viel­e Zuschauer (2540) kamen wie beim Bundesliga-Match der WSG Tirol (1250) gegen den WAC, der irrt sich gewaltig: „Der dauernde Vergleich hilft nicht weiter. Ich brauche das nicht, denn das sind zwei verschiedene Klubs mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen“, hält er fest. Viel lieber äußert sich Grumser zum eigenen Weg: „Was bei uns im Entstehen ist, kann ich bewerten – und das ist gut.“ Das schallte beim Remis gegen die Oberösterreicher auch – und nicht nur – von der Nordtribüne zurück.

Nach der Punkteteilung gegen den nunmehrigen Tabellenvierten aus Oberösterreich bittet der Wacker-Coach trotz einiger vergebener Torchancen auch darum, alles weiter richtig einzuordnen: „Von außen steigen die Ansprüche bei uns oft relativ schnell. Wir wollen in der Meisterschaft nur da anschließen, wo wir im Cup gegen St. Pölten aufgehört haben. Und vieles gege­n Steyr war gut.“

Gut war, dass der Gegner genau zu zwei großen Torchancen und so gut wie keiner weiteren nennenswerten Schusschance kam. Gut gefielen Grumser auch viele Phasen im Aufbau, das etwas größere Thema bleibe die Arbeit im letzten Drittel: „Der erfolgreiche Torabschluss ist oft am schwersten zu steigern. Wir müssen es schaffen, durch gute Läufe und Positions­spiel noch mehr Chancen herauszuarbeiten.“

Um für frischen Wind und Tempo zu sorgen, bracht­e Grumser im Finish gegen Steyr auch den erst 16-jährigen Felix Mandl („Er hat sich in der Vorbereitung angeboten“) erstmals in Liga zwei aufs Feld. Und nicht, weil der Sohn von Ex-ÖSV-Damen-Skichef Herbert „so jung ist“.

In der Innenverteidigung muss sich Neuzugang Raffae­l Behounek noch gedulden, weil der 17-jährige Sefik Abali neben Stefan Meusburger mit coolem Auftreten gewissermaßen Eiswürfel spuckt.

Schwarzgrün bereitet sich jetzt aufs Ländle vor: Am Sonntag geht’s in der Liga auf die Dornbirner Birkenwiese, am 4. März dann im ÖFB-Cup-Halbfinale nach Lustena­u zur Austria ins Planet-­Pure-Stadion.


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