Mord an Lucile: Prozess in Innsbruck beginnt in einem Monat

2014 wurde die französische Austauschstudentin ermordet am Inn-Ufer in Kufstein aufgefunden. Am 24. März beginnt in Innsbruck der Prozess gegen einen 43-Jährigen, der auch in Deutschland eine junge Frau getötet hat.

Im Jänner 2014 wurde Lucile in Kufstein getötet. Nun muss sich der mutmaßliche Täter in Innbsruck vor Gericht verantworten.
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Innsbruck – Mehr als sechs Jahre nach dem gewaltsamen Tod der französischen Austausch-Studentin Lucile in Kufstein kommt es nun am Landesgericht Innsbruck zum Mordprozess gegen den angeklagten rumänischen Fernfahrer. Der Prozess wurde für den 24. März anberaumt, sagte Landesgerichtssprecher Andreas Stutter.

Noch diese Woche soll der tatverdächtige 43-jährige Lastwagenfahrer nach Innsbruck überstellt werden, so Stutter. Der Rumäne war bereits im Dezember 2017 nach dem Sexualmord an einer 27-jährigen Joggerin im süddeutschen Endingen zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte bereits im Juni 2018 Mordanklage gegen den Rumänen im Fall Lucile eingebracht. Das Verfahren in Deutschland hatte sich jedoch verzögert, weshalb auch die Auslieferung nach Innsbruck auf sich warten ließ, erklärte der Landesgerichtssprecher. Der Beschuldigte soll die Tat an Lucile gegenüber einem psychiatrischen Gutachter in Deutschland gestanden haben.

Die 20 Jahre alte französische Austausch-Studentin, die aus Lyon stammte und im Rahmen eines Auslandssemesters in Kufstein studiert hatte, war im Jahr 2014 getötet worden. Ihr Leiche war am 12. Jänner von Polizisten am Ufer des Inns entdeckt worden. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau als vermisst gemeldet. Die Tatwaffe, eine Hubstange, wie sie zum Beispiel zum Anheben eines Lkw-Führerhauses genutzt wird, wurde schließlich im Inn gefunden.

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Der Lkw-Fahrer war 2017 in Deutschland verhaftet worden. Maut-Abrechnungsdaten aus Kufstein und die Tatwaffe hatten die Ermittler letztendlich auf die Spur des Fernfahrers gebracht. Eine Speichelprobe des Rumänen, die mit DNA-Fragmenten des Täters, die an beiden Opfern gefunden worden waren, abgeglichen wurde, brachte den Ermittlern letztendlich den notwendigen Beweis, um den Mann festzunehmen. (APA)


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