Von Hotline bis Screening-Ambulanz: So wappnet sich Tirol gegen das Coronavirus

Bisher ist es bei zwei bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Tirol und Österreich geblieben. Das Land hat am Mittwoch weitere Maßnahmen zur Unterbindung des Coronavirus präsentiert: Eine Hotline und eine Screening-Ambulanz der Tirol Kliniken.

Die "Screening-Ambulanz“ an der Klinik Innsbruck wurde am Mittwoch eröffnet.
© tirol kliniken

Innsbruck – Nach den ersten beiden registrierten Coronavirus-Fällen in Tirol trifft das Land weitere Maßnahmen. Am Mittwoch wurde von Landeshauptmann Günther Platter offiziell die Landeseinsatzleitung aktiviert. Damit soll ein reibungsloser Informationsfluss sowie eine funktionierende Abstimmungskette zwischen den Behörden sowie den Einsatz- und Partnerorganisationen sichergestellt werden.

Unter Platters Vorsitz fand im Beisein des Gesundheitslandesrates Bernhard Tilg die erste Sitzung im Innsbrucker Landhaus statt. Dort sollen Szenarien besprochen und laufend Vorbereitungen getroffen werden: „Jetzt gilt es, alles zu tun, dass sich infolge der zwei bestätigten Coronavirus-Erkrankungen in Tirol keine Verbreitung einstellt: Sämtliche Hebel sind in Bewegung und es wird professionell und verlässlich gearbeitet – darauf kann sich die Bevölkerung verlassen, es besteht kein Grund zur Beunruhigung."

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Coronavirus-Hotline des Landes aktiv

So ist seit Mittwoch die kostenlose Coronavirus-Hotline des Landes Tirol aktiv: Unter der Telefonnummer 0800 80 80 30 kann die Bevölkerung sich täglich rund um die Uhr informieren – vor allem auch dann, wenn ein persönlicher Infektionsverdacht im Raum steht. „Die Bevölkerung erhält bei der Gratis-Hotline umfassend Auskunft zu medizinischen Fragen sowie weiteren Ansprechpersonen bzw. Anlaufstellen. Wissen und Information ist wichtig, um Unsicherheiten auszuräumen", sagte Platter.

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Telefonische Kontakte:

24-Stunden-Hotline des Landes: 0800 80 80 30

24-Stunden-Infoline der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit): 0800 555 621

Screening-Ambulanz in Innsbruck

Zur Unterstützung wurde eine spezielle „Screening-Ambulanz“ an der Klinik Innsbruck eröffnet: Sie wird von Experten der Tirol Kliniken betreut. „Innerhalb kürzester Zeit konnten wir in Zusammenarbeit mit den Tirol Kliniken diese Ambulanz einrichten. Die Screening-Ambulanz besteht zusätzlich zu den etablierten Strukturen in den anderen Tiroler Krankenhäusern“, sagte LR Tilg. „Es laufen auch bereits Vorbereitungen, um ähnliche Anlaufstellen in Osttirol und dem Bezirk Reutte zu etablieren“, ergänzte Tilg.

Zu finden ist die Screening-Ambulanz im Haus 11 der Tirol Kliniken. Bei Bedarf stehen auch weitere Räumlichkeiten zur Verfügung. Allenfalls notwendige Tests aufgrund entsprechender Symptomatik werden anschließend am Virologischen Institut in Innsbruck untersucht. „Generell gilt es in einem ersten Schritt stets, die Hausärzte telefonisch bzw. Beratungshotlines zu kontaktieren. Gemeinsam wird dann über weitere Schritte entschieden“, richtete sich Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber an die Bevölkerung.

Zudem sollen auch Hausärzte eine tragende Rolle einnehmen. In Zusammenarbeit mit der Ärztekammer wird Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten aufgenommen, um vor Ort Untersuchungen und Abstriche durchzuführen.

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Prima la musica wird verschoben

Der für März in Schwaz geplante gesamttiroler Musikwettbewerb Prima la musica wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen und des Schulausflugverbots in Südtirol auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob eine Durchführung innerhalb der vorgeschriebenen Fristen zur Teilnahme am Bundeswettbewerb möglich ist, werde derzeit geprüft.


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