Alpenvolleys müssen sich im Kollektiv wieder aufrichten

Nach dem 1:3 gegen Frankfurt geht es für Alpenvolleys heute nach St. Petersburg, wo am Dienstag das Rückspiel im CEV-Cup-Viertelfinale wartet.

Haderte im Ligaschlager gegen Frankfurt mit der eigenen Durchschlagskraft – einer wie Niklas Kronthaler fordert mehr von sich selbst.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren“, sagt der Volksmund. „Es war Kopfsache“, sagte dazu Stefan Chrtiansky, langjähriger Headcoach der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching, nachdem seine Mannen den Schlager um Platz zwei in der deutschen Volleyball-Bundesliga gegen Frankfurt in der Innsbrucker Olympiahalle mit 1:3 verloren hatten.

„Man spürt das“, seufzte Chrtiansky. Da half es im Vorfeld auch wenig, dass man nach dem neuerlichen Ausfall von Diagonalangreifer Paulo Victor Costa da Silva seinen Vertreter Jerome Cross starkgeredet hat. Der 24-jährige kanadische Potenzialspieler geriet in einem Hypo-Ensemble, das auch mit den gesundheitlichen Problemen bei Außenangreifer Jordan Richards (Knie) und Mittelblocker Saso Stalekar (erkältet) kämpfte, an seine Grenzen. Zudem ist Neuzugang Dmytro Shavrak noch nicht so gut in die Abläufe integriert.

„Man gewinnt und man verliert als Mannschaft. Und jetzt müssen wir in den letzten drei Spielen eben neun Punkte holen“, notierte Aufspieler Danilo Gelinski, der zwar den ein oder anderen Genieblitz hatte, in Summe wie fast jeder andere aber auch noch mehr im Köcher hat. Die Zweifel bei den Alpenvolleys mit Fortdauer der Partie ließen die Brust bei den Gästen aus Frankfurt im Minutentakt anwachsen.

„Wir waren sicher nicht in unserer besten Verfassung. Und über die Außenposition hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, merkte Niklas Kronthaler an: „Es ist auch viel an mir gelegen. Ein guter Teil geht auf meine Kappe. Damit muss ich umgehen“, notierte der 25-jährige Sohn vom Manager selbstkritisch.

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Zeit zum Grübeln bleibt keine. Schon heute am Morgen (7 Uhr) machen sich die Alpenvolleys zum CEV-Rückspiel nach St. Petersburg auf die Reise. Vielleicht lassen sich in Russland wieder frische Kräfte tanken, die im Endspurt des Liga-Grunddurchgangs sichtbar werden. Bei Paulo heißt’s: „Junge, komm bald wieder.“


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