Coronavirus: WhatsApp-Nachrichten mit Falschinfos sorgen für Verunsicherung

Per WhatsApp werden derzeit diverse Kettenbriefe mit vermeintlichen Informationen über das Coronavirus und äußerst fragwürdigen Tipps gegen eine Ansteckung verbreitet. Wer so ein Schreiben bekommt, sollte es keinesfalls weiterleiten.

Symbolfoto.
© ROLAND SCHLAGER

Innsbruck – Mit kuriosen WhatsApp-Kettenbriefen sorgen Verschwörungstheoretiker derzeit für Verunsicherung in Sachen Coronavirus. Wie mehrere Medien und auch die Plattform Mimikama berichten, machen sich Unbekannte wohl einen Spaß daraus, Ängste und Zweifel in der Bevölkerung zu schüren. Auch völlig aus der Luft gegriffene Tipps und vermeintliche Wundermittel im Kampf gegen die Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung werden angepriesen.

Zwei Kettenbriefe stechen derzeit besonders ins Auge. In einem davon ist (in gebrochenem Deutsch) von einem Onkel und einer Nichte eines Klassenkameraden die Rede, die einen Masterabschluss haben und im Shenzhen Hospital arbeiten sollen. „Er rief mich an und bat mich, meinen Freunden zu sagen: Wenn Sie eine laufende Nase und einen Auswurf in Ihrer Erkältung haben, können Sie keine neue Art von Coronavirus-Pneumonie haben, da Coronavirus-Pneumonie ein trockener Husten ohne laufende Nase ist“, heißt es in der Nachricht.

Anschließend wird mit völlig an den Haaren herbeigezogenen, wissenschaftlich nicht nachvollziehbaren Tipps um sich geworfen: „Dieses Wuhan-Virus ist nicht hitzebeständig und tötet bei einer Temperatur von 26-27 Grad. Trinken Sie deshalb mehr heißes Wasser“, heißt es. Im Anschluss gibt noch ein vermeintlicher Arzt Informationen und Tipps zum Coronavirus. „Es ist ziemlich groß (die Zelle hat einen Durchmesser von etwa 400 bis 500 nm), daher sollte es in der Lage sein, jede normale Maske (nicht nur die N95-Funktion) zu filtern“, wird unter anderem propagiert.

„Text ohne Bearbeitung und Bearbeitung“

Der zweite Kettenbrief fängt mit dem Satz an: „Ich sende Text ohne Bearbeitung und Bearbeitung. Aber alles ist klar. Und es kann nützlich sein.“ Auch in diesem Schreiben ist von Informationen aus dem Krankenhaus in Shenzhen die Rede und auch hier wird dazu geraten, 26 bis 27 Grad warmes Wasser zu trinken, um sich zu schützen. Nach den aus dem ersten Brief bekannten Tipps wird hier zusätzlich noch darauf hingewiesen, dass man sich am einfachsten anstecken kann, in dem man Menschen berührt.

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Beide Nachrichten sind nicht ernst zu nehmen. Wer sie erhält, sollte sie am besten löschen und auf keinen Fall weiterleiten. Offizielle Informationen zum Coronavirus und der derzeitigen Lage in Österreich findet man auf der Seite des Innenministeriums. (TT.com/reh)

📽 Video | So schützt man sich wirklich vor dem Coronavirus


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