Auslosung zur Nations League: ÖFB hat den Aufstieg im Visier

In Amsterdam werden am Dienstagabend (18.00 Uhr) die Weichen für den Herbst des Nationalteams gestellt. Bei der Auslosung der UEFA Nations League ist das ÖFB-Team in Liga B in Topf eins gesetzt. Der junge Bewerb lässt auch eine Hintertür zur WM 2022 in Katar offen – in Form von zwei Tickets für das europäische Play-off.

Gegen wen das ÖFB-Team im Herbst kickt, erfahren Alaba und Co. bei der Auslosung der Nations League am Dienstag.
© GEPA pictures/ Harald Steiner

Innsbruck – Die Österreicher bilden neben Russland, Wales und Tschechien einen der vier Gruppenköpfe von Liga B. Im zweiten Topf liegen Schottland, Norwegen, Serbien und Finnland, im dritten die Slowakei, Irland, Nordirland und die Türkei. Dazu sind noch Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Israel mit Teamchef Andreas Herzog mögliche Gegner. Gespielt wird die Gruppenphase an drei Doppelterminen im September, Oktober und November.

Nations League genießt bei Foda „hohen Stellenwert“

„Das Besondere an der Nations League ist, dass sich alle Gruppengegner auf Augenhöhe befinden. Wir alle werden das gleiche Ziel verfolgen: in die Liga A aufzusteigen“, meinte ÖFB-Teamchef Franco Foda. Der Deutsche misst dem zum zweiten Mal ausgetragenen Bewerb einen „hohen Stellenwert“ bei. „Auch wenn unser voller Fokus jetzt naturgemäß auf dem März-Lehrgang (mit Testspielen gegen Wales und die Türkei/Anm.) und der EURO liegt“, erklärte Foda.

Nations League – Ligen- und Topfeinteilung

Liga A

  1. Topf: Portugal (Titelverteidiger), Niederlande, England, Schweiz
  2. Topf: Belgien, Frankreich, Spanien, Italien
  3. Topf: Bosnien und Herzegowina, Ukraine, Dänemark, Schweden
  4. Topf: Kroatien, Polen, Deutschland, Island

Liga B

  1. Topf: Russland, ÖSTERREICH, Wales, Tschechien
  2. Topf: Schottland, Norwegen, Serbien, Finnland
  3. Topf: Slowakei, Türkei, Irland, Nordirland
  4. Topf: Bulgarien, Israel, Ungarn, Rumänien

Liga C

  1. Topf: Griechenland, Albanien, Montenegro, Georgien
  2. Topf: Nordmazedonien, Kosovo, Weißrussland, Zypern
  3. Topf: Estland, Slowenien, Litauen, Luxemburg
  4. Topf: Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Moldau

Liga D

  1. Topf: Gibraltar, Färöer, Lettland, Liechtenstein
  2. Topf: Andorra, Malta, San Marino

Bei der Erstaustragung der Nations League hatte Foda mit seinem Team im Herbst 2018 hinter Bosnien und vor Nordirland in einer Dreiergruppe Platz zwei belegt. Der Aufstieg in Liga A mit allen europäischen Topnationen gelang nicht. Dieser ist weiterhin den Gruppensiegern vorbehalten. „Ich finde es sehr positiv, dass wir bei der Neuauflage in eine Vierergruppe gelost werden“, sagte Foda. Freundschaftsspiele gibt es dadurch im Herbst keine mehr. Der Gruppenletzte steigt in Liga C ab.

Wichtigster Nebeneffekt der Nations League ist die Hintertür zur WM. Die eigentliche WM-Qualifikation wird von März bis November 2021 ausgetragen. Nur die zehn Gruppensieger lösen das Ticket für Katar. Die zehn Gruppenzweiten spielen mit den beiden besten Gruppensiegern der Nations League (gereiht wird nach Spielklasse und dann nach Punkten), die nicht ohnehin bereits qualifiziert oder teilnahmeberechtigt sind, im März 2022 drei weitere Startplätze aus. Die drei Viererturniere werden im K.o.-Format in jeweils einem Spiel entschieden.

Gruppensieg und Aufstieg als ÖFB-Anreiz

Noch offen ist, ob das Abschneiden in der Nations League auch für die Einteilung der Lostöpfe für die WM-Quali-Auslosung maßgeblich sein wird. Die UEFA hätte diesen Plan, der Weltverband FIFA drängt aber darauf, dass nur seine Weltrangliste als Kriterium herangezogen wird. Den ersten Nations-League-Titel hatte sich im Juni des Vorjahres Portugal gesichert. Der Europameister ist nun in Liga A wie Österreichs EM-Gruppengegner Niederlande, die Schweiz und England, die ebenfalls das Finalturnier bestritten hatten, in Topf eins gesetzt.

Der ÖFB hofft auf eine attraktive Auslosung. „Ein möglicher Gruppensieg und der damit verbundene Aufstieg in die Liga A ist für uns natürlich ein riesiger Anreiz, da dann ganz große Namen als Gegner auf das Nationalteam warten“, erklärte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. (APA)

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