Schneewarnung für Tirol: Wintereinbruch in der Nacht

In der Nacht auf Dienstag schneit es in Tirol teils kräftig, der Tag beginnt vielerorts winterlich. Die ganze Woche bleibt es relativ kühl.

Am Dienstag können sich die Verkehrsteilnehmer auf winterliche Verhältnisse gefasst machen.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Nach dem meteorologischen Frühlingsanfang am Sonntag schüttelt nun erst einmal Frau Holle wieder ihre Betten über Tirol aus. In der Nacht auf Dienstag schneit es bis in tiefere Lagen kräftig, im Inntal bleibt es laut ZAMG-Prognose wohl bei einer Portion Schneematsch. Bis zum Ende der Woche bleibt es kühl und wechselhaft.

Für das südliche Nordtirol, Osttirol und Oberkärnten haben die Meteorologen eine Schneewarnung ausgegeben. Die Schneefallgrenze sinkt hier auf bis zu 600 Meter ab. Dazu stürmt örtlich der Föhn. Am Dienstag schneit und regnet es im Westen, Süden und Südosten Österreichs kräftig. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 600 und 1200 Metern. In Tirol lassen die Niederschläge im Oberland und Außerfern am Nachmittag nach. Schwache Schneeschauer kann es am Abend von Innsbruck ostwärts noch geben. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 und 7 Grad.

Wolkig mit Aussicht auf Schnee- und Graupelschauer lautete die Mittwochs-Prognose für das Unterland und den Alpennordrand. Die Schneefallgrenze bewegt sich wieder zwischen 600 und 800 Meter. Ansonsten bleibt es in Tirol weitgehend trocken, mit 3 bis 8 Grad auch relativ kalt. Viele Wolken und wenig Sonne sind nach derzeitigem Stand am Donnerstag zu erwarten. Am Freitag schneit es dann wohl wieder bis in die Täler.

Zweitwärmster Februar der Messgeschichte

Stürmisch und zu warm – so lautet die Februar-Bilanz der Meteorologen. Der Monat lag im Tiefland Österreichs um 4,1 Grad über dem vieljährigen Mittel (1981-2010) und war der zweitwärmste Februar in der 253-jährigen Messgeschichte ZAMG, gleichauf mit dem Februar 2002. Die höchste Temperatur des Monats wurde am 24. Febuar in Innsbruck gemessen: 20,7 Grad zeigte das Thermometer an der Messtation Universität – am Abend. An der Wetterstation Lienz wurde mit einem Monatsmittel von 2,5 Grad ein neuer Stationsrekord aufgestellt.

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"Die Ursache für diesen extrem milden Februar war eine lange Serie von Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik nach Europa zogen und mit dieser Westströmung ständig milde Luft nach Österreich brachten", erklärt ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. Diese Tiefs sorgten dann auch für den ungewöhnlich stürmischen Februar.

Die zahlreichen von Westen und Nordwesten heranziehenden Wettersysteme sorgten für eine sehr unterschiedliche Niederschlagsbilanz an der Nord- und an der Südseite der Alpen. Im Süden blieb es um 25 bis 70 Prozent zu trocken. Nördlich des Alpenhauptkamms wurde hingegen in vielen Regionen um 25 bis 175 Prozent mehr Niederschlag gemessen als in einem durchschnittlichen Februar.

Ähnlich markante Unterschiede zeigten sich auch bei der Neuschneesumme. So kamen auf der Kanzelhöhe in Kärnten in 1520 Meter Seehöhe nur 20 Zentimeter Neuschnee zusammen, im Mittel sind es hier 48 Zentimeter. Rauris in Salzburg, auf 934 Meter Seehöhe, verzeichnete dagegen 69 Zentimeter Neuschnee, im Mittel sind es hier 40 Zentimeter. Im Flachland gab es wegen der milden Witterung in vielen Regionen überhaupt keinen Neuschnee. So lag die Neuschneesumme auf der Hohen Warte in Wien bei null Zentimeter, im vieljährigen Mittel sind es hier 17 Zentimeter. (TT.com, APA)


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