Steinmetz-Firma in Schwaz rutscht in Millionenpleite

Von der Insolvenz sind 70 Gläubiger und 16 Mitarbeiter betroffen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut den Gläubigerschützern auf rund vier Millionen Euro.

Symbolfoto
© Erwin Wodicka

Am Montag wurde am Landesgericht Innsbruck über das Vermögen der Firma Winkler Steinmetz GmbH in Schwaz ein Konkursverfahren eröffnet. Laut dem Gläubigerschutzverband KSV 1870 sei davon auszugehen, dass in diesem Verfahren rund 70 Gläubiger betroffen sind. Es haften rund vier Millionen Euro an Verbindlichkeiten offen aus. Ein Großteil dieser Verbindlichkeiten betreffe die Hausbank des Firma. Die Bank verfügt aber über diverse Sicherungsrechte. Bei Lieferanten seien Rechnungsbeträge in Höhe von knapp 400.000 Euro nicht bezahlt.

Die Firma wurde im Jahr 1991 gründet. Die Historie dieses Unternehmens geht allerdings bis ins Jahr 1959 zurück. "Aufgrund der bisher bekannten Informationen ist davon auszugehen, dass es zeitnah zu einer Schließung des schuldnerischen Unternehmens kommen wird", so der KSV in einer Aussendung am Dienstag.

Rechtsstreit sorgte für Unsicherheit

Die Ursachen dieser Insolvenz sind laut KSV vielschichtig. So ist der ursprünglich handelnde Geschäftsführer der Alleingesellschafterin seit längerer Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, das Unternehmen zu führen. Ein kürzlich bestellter Notgeschäftsführer der Komplementärgesellschaft m.b.H. habe die wirtschaftliche Situation analysiert und sei zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen für eine Insolvenz gegeben sind.

Ein seit langer Zeit schwelender Rechtsstreit – dessen Ausgang letztlich nicht prognostizierbar sei, habe zudem im Unternehmen für immense Unsicherheit gesorgt und jede betriebswirtschaftliche Entscheidung belastet.

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Laut den Gläubigerschützern bestehe im Kreis der Familie Interesse an einer Weiterführung des Unternehmens. (TT.com)


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