Sanochemia-Pleite: Sanierungsplan angenommen

Der erste Schritt für die Sanierung des österreichischen Pharmaunternehmens Sanochemia ist erfolgt. Am Dienstag haben die Gläubiger am Wiener Handelsgericht einem Sanierungsplan zugestimmt.

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© Erwin Wodicka

Mitte Dezember 2019 musste die Sanochemia Pharmazeutika AG Insolvenz anmelden. Insolvenzursachen waren laufende Verluste seit dem Geschäftsjahr 2017/18 und Lieferverzögerungen aufgrund einer Einschränkung der Betriebsbewilligung.

Insgesamt 200 Gläubiger haben Forderungen in Höhe von rund EUR 60,7 Millionen angemeldet. Davon wurden EUR 26,7 Millionen anerkannt, EUR 34 Millionen wurden bestritten. "Die hohe Summe an Bestreitungen ist auf überhöhte Schadenersatzforderungen zurückzuführen und wird noch geprüft", erläutert Stephan Mazal vom Gläubigerschutzverband Creditreform in einer Aussendung am Dienstag.

Nun sollen die Gläubiger insgesamt 20 Prozent ihrer Forderungen binnen zwei Jahren erhalten . Eine Barquote von fünf Prozent ist bis 21. April 2020 zu bezahlen. Möglich mache dies der Einstieg des Kernaktionärs und Großkunden "b.e.imaging GmbH", des österreichische Finanzinvestors "EOSS Technologies Holding GmbH" und der "Wirtschaft Burgenland GesmbH" als Investoren.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Sanierung sei die Zufuhr von sechs Millionne Euro durch eine Kapitalerhöhung. Diese soll bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 11. März 2020 in Eisenstadt beschlossen werden.

Der Firmensitz in Wien soll aufgelassen und an den Produktionsstandort in Neufeld an der Leitha verlegt werden. Ein Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten, so die Creditreform. (TT.com)


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