Coronavirus: Österreich hat hohen Selbstversorgungsgrad

Der Selbstversorgungsgrad bei tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln ist in Österreich größtenteils hoch. Die Landwirtschaftskammer wünscht sich mehr Anstrengungen im Bereich der Ernährungssicherheit

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Wien - Die Produktion der heimischen Bauern und Lebensmittelindustrie deckt in vielen Bereichen die Nachfrage in Österreich komplett ab. Der Selbstversorgungsgrad bei tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln ist größtenteils hoch, geht aus Daten der Statistik Austria hervor. Hierzulande war es aufgrund des Coronavirus zu vermehrten Vorratskäufen gekommen.

Bei Milch lag der Selbstversorgungsgrad im Jahr 2018 bei 164 Prozent, bei Rind- und Kalbfleisch (141 Prozent), Käse (115 Prozent), Äpfel (109 Prozent), Bier (102 Prozent) und bei Schweinefleisch (101 Prozent). Dies bedeutet das hierzulande mehr produziert als konsumiert wird. Ebenfalls hohe Selbstversorgungsgrade erhob die Statistik Austria bei Getreide (95 Prozent), Kartoffel (88 Prozent), Eier (86 Prozent), Wein (83 Prozent) und Geflügel (72 Prozent).

Eine geringe Selbstversorgung gab es zuletzt bei Öle (27 Prozent), Tomaten (22 Prozent) und Fisch (6 Prozent). Für 2019 liegen noch keine Zahlen vor.

Bewusst zu heimischen Lebensmittel greifen

Die Landwirtschaftskammer wünscht sich mehr Anstrengungen im Bereich der Ernährungssicherheit. "Wir müssen in unserem Land selbst die Voraussetzungen dafür schaffen, um die Bevölkerung im Ernstfall ernähren zu können", so Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger am Mittwochnachmittag in einer Aussendung.

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"Wer bewusst zu heimischen Lebensmitteln greift, der sichert die Existenz unserer Bauernfamilien und garantiert sich selbst die beste Krisenvorsorge." Die Landwirtschaftsvertreter drängen auch auf eine rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm enthaltenen verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für Primärzutaten in Fleisch-, Milch- und Eiprodukten. (APA)


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