Unistädte im Check: In Innsbruck zahlen Studierende am meisten

Die Mieten von Singlewohnungen in Innsbruck sind doppelt so teuer wie in Leoben. In Innsbruck zahlen Mieter im Schnitt 620 Euro monatlich – der höchste Wert in Österreich.

Fürs Wohnen in Innsbruck muss man tief in die Tasche greifen.
© Foto TT / Rudy De Moor

Nürnberg, Wien – Die Mietpreise für Studentenwohnungen in Österreich gehen weit auseinander. Wie eine Studie von immowelt.at zeigt, sind die Gesamtmieten in Innsbruck doppelt so teuer wie in Leoben. Hierzu wurden die Angebotsmieten von Appar­te­ments mit bis zu 40 Quadratmetern in zwölf ausgewählten Universitätsstädten untersucht. In Innsbruck zahlen Studenten im Schnitt 620 Euro monatlich – der höchste Wert in Österreich.

Die Nachfrage nach Garçonnièren in Innsbruck ist groß – nicht zuletzt weil mehr als ein Fünftel der Einwohner Studierende sind. In Leoben zahlen Studenten im Vergleich halb so viel, nämlich 310 Euro monatlich. Das Preisniveau ist in der steirischen Stadtgemeinde generell geringer als in Innsbruck. Hinzu kommt, dass die Universität deutlich kleiner ist.

Hohe Angebotsmieten auch in Dornbirn, Salzburg und Wien

Dornbirn ist die zweitteuerste Stadt (580 Euro) in der Untersuchung, gefolgt von Salzburg (570 Euro). Das allgemein hohe Mietniveau und die große Konkurrenz um die Wohnungen durch viele Studenten sorgen in diesen Städten für die hohen Preise. Vor allem in Salzburg trägt auch die hohe Qualität der Angebote in Bezug auf Zustand und Ausstattung dazu bei. Auch in Wien (550 Euro) sind die Gesamtmieten für Studentenwohnungen relativ hoch. In den Randgebieten der Hauptstadt finden Suchende allerdings auch günstiger eine passende Bleibe.

Durch die geringere Nachfrage sind die Mieten für Garçonnièren in Villach (360 Euro) oder Steyr (330 Euro) relativ niedrig. Im Verhältnis zu den jeweiligen Einwohnerzahlen leben dort wesentlich weniger Studenten als in den teureren Universitätsstädten.

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Schere geht weiter auseinander

Eine Angleichung des Preisgefälles scheint nicht in Sicht. Die Schere zwischen den teuren und günstigeren Städten geht aktuell weiter auseinander. Die größte Steigerung im Jahresvergleich verzeichnet das ohnehin schon teure Salzburg (+6 Prozent), gefolgt von Linz (+5 Prozent). Auch in Innsbruck steigen die Mieten um weitere 3 Prozent. Den größten prozentualen Rückgang mit 9 Prozent verzeichnete dagegen die ohnehin günstige Studentenstadt Leoben. (TT.com/tkl)

Berechnungsgrundlage

Die Grundlage für die Studie sind Mietpreise in zwölf ausgewählten Hochschulstädten in den Jahren 2018 und 2019. Dabei wurden ausschließlich auf immowelt.at inserierte Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Verglichen wurden die Gesamtmieten von Singlewohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche.


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