Türkei will mit Polizisten verhindern, dass Griechenland Flüchtlinge zurückschickt

Die Türkei ein Großaufgebot an Polizisten an die Grenze zu Griechenland. So will die Regierung verhindern, dass Flüchtlinge von den griechischen Behörden zurückgedrängt werden.

Flüchtlinge warten in Edirne darauf, nach Griechenland einreisen zu können.
© OZAN KOSE

Edirne – Die Türkei hat 1000 Polizisten an die Grenze zu Griechenland geschickt und will damit nach eigenen Angaben sogenannte "Push-Backs" von Migranten durch die griechischen Behörden verhindern.

"Um zu verhindern, dass sie zurückgedrängt werden, haben wir heute Morgen 1.000 voll ausgestattete Spezialpolizisten an den Fluss Meric (griechisch: Evros, Anm.) geschickt", sagte Innenminister Süleyman Soylu am Donnerstag an der türkisch-griechischen Grenze.

📽 Video | Kofler (ORF) berichtet von der türkisch-griechischen Grenze

Angesichts der Eskalation in Syrien hält die Türkei gleichzeitig eine Öffnung ihrer Grenze für Flüchtlinge aus der nordwestsyrischen Krisenregion Idlib für möglich. Die Flüchtlinge könnten dann auch weiter in die EU gelangen, sagte Soylu. Er fügte hinzu: "Das ist keine Drohung oder Erpressung."

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📽 Video | Raimund Löw (ORF) zur Flüchtlingssituation

„3,5 Millionen Menschen in Idlib und an den türkischen Grenzen sind derzeit in Not. Das unmenschliche Verhalten des Regimes dort bedeutet Folgendes: auch die Türen dort werden sich öffnen und letztendlich werden sich alle auf den Weg nach Europa machen."

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag erklärt, die Grenzen in die EU seien geöffnet. Daraufhin machten sich Tausende Migranten auf den Weg zur griechischen Grenze, wo noch immer viele von ihnen ausharren. Griechenland drängt die Migranten immer wieder auch mit dem Einsatz von Tränengas zurück. Ankara wirft den griechischen Grenzpolizisten zudem vor, Migranten, die es nach Griechenland geschafft haben, unrechtmäßig zurückzuschicken. (APA/dpa/Reuters)

📽 Video | Lage an der Grenze spitzt sich zu


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