Bewohner und syrische Opposition: Waffenruhe in Idlib hält

In der seit Monaten heftig umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib ist in der Nacht zum Freitag eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten. Noch herrsche Ruhe wie Bewohner und Oppositionsvertreter angeben.

In der seit Monaten heftig umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib ist in der Nacht zum Freitag eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten.
© AFP/Ketaz

Ankara, Moskau – Eine von der Türkei und Russland ausgehandelte Waffenruhe für die syrische Provinz Idlib hält Bewohnern und Oppositionsvertretern zufolge zunächst weitgehend. Es habe weder neue Luftangriffe noch schweren Artillerie-Beschuss geben, erklärten sie Freitag früh.

An einigen Frontlinien gebe es sporadisches Maschinengewehr- und Granatwerferfeuer. „Wir sehen in den ersten Stunden bei allen Kriegsparteien eine gespannte Ruhe", sagte der Oppositionsvertreter Ibrahim Al-Idlibi. Jeder sei sich bewusst, dass ein Verstoß Konsequenzen haben würde. „Es ist aber eine sehr fragile Waffenruhe."

Die Feuerpause gilt seit Mitternacht. Syrische Regierungstruppen versuchen seit Dezember mit russischer Unterstützung, die letzte große Rebellenhochburg Idlib unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Türkei steht dagegen an der Seite mehrerer Rebellengruppen.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten sich bei einem Treffen am Donnerstag in Moskau auf die Waffenruhe geeinigt. Es soll zudem einen Sicherheitskorridor entlang einer strategisch wichtigen Autobahn geben.

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