Alpinist am Wilden Kaiser 300 Meter von Lawine mitgerissen

Glück im Unglück hatte ein deutscher Alpinist Sonntagfrüh am Wilden Kaiser bei Ellmau. Er wurde von einer Lawine mitgerissen, konnte sich aber selber befreien und wurde dabei nur leicht verletzt.

Der Deutsche und der Österreicher wurden vom Team des Notarzthubschraubers mittels Tau geborgen.
© Zoom.Tirol

Ellmau – Eine Lawine am „Tuxeck" in Ellmau riss Sonntagfrüh einen deutschen Alpinisten über teils felsdurchsetztes Gelände 300 Meter weit mit. Zwar konnte der Mann sich selbst befreien, er und sein österreichischer Begleiter mussten jedoch vom Team eines Notarzthubschraubers geborgen werden. Der 35-Jährige wurde leicht verletzt und von der Rettung ins Bezirkskrankenhaus Kufstein eingeliefert. Der 28-jährige Österreicher blieb unverletzt.

Die beiden Männer waren von der Wochenbrunneralm über das Schneekar mit Skiern auf das „Tuxeck“ am Wilden Kaiser aufgestiegen. Etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels führt ein senkrechtes Stahlseil auf den Gipfel. Dort stieg der Deutsche mit Steigeisen und Pickel voraus und versuchte, das teilweise vereiste und verschneite Stahlseil freizulegen.

Begleiter blieb unverletzt, konnte sich aber nicht weiterbewegen

Sein Begleiter wartete zu dem Zeitpunkt etwas weiter seitlich und unterhalb eines Felsvorsprunges. Plötzlich löste sich oberhalb des Deutschen eine Lawine, riss diesen rund 300 Meter mit und verschüttete ihn zur Gänze. Er konnte sich selbst befreien, um einen Notruf abzusetzen.

Sein Begleiter wurde von der Lawine nicht erfasst, konnte sich jedoch von seiner Position nicht weiter wegbewegen, da immer wieder neue Lawinen nachkamen und setzte daher auch einen Notruf ab. Die beiden wurden schließlich vom Team des alarmierten Notarzthubschraubers mittels Tau geborgen. (TT.com)

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Unterhalb des Tuxereck stieg der Deutsche mit Steigeisen und Pickel voraus und versuchte das teilweise vereiste und verschneite Stahlseil freizulegen.
© Zoom.Tirol

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