Frauen im Job: Österreich hinkt unter OECD-Ländern hinterher

Die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren nicht verbessert, im Gegenteil.

Frauen haben es am Arbeitsmarkt in Österreich nicht leicht.
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Wien – Die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren nicht verbessert, im Gegenteil. Im „Women in Work"-Ranking der Wirtschaftsberatung PwC belegte Österreich 2018 unter 33 OECD-Ländern Platz 25. Im Jahr 2016 war Österreich noch auf Rang 23, im Jahr 2000 sogar auf Platz 13. Angeführt wird das Ranking von Island, Schweden und Slowenien.

Die fünf Indikatoren, die den „Women in Work Index" ausmachen, sind: das geschlechtsspezifische Lohngefälle, die Erwerbsbeteiligung von Frauen, der Unterschied zwischen der Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen sowie Arbeitslosigkeit und Vollzeitbeschäftigung unter Frauen. Für die Studie wurden 33 Mitgliedsländer der OECD analysiert – ausgenommen Türkei, Lettland und Litauen.

Im langjährigen Vergleich (seit 2000) verzeichneten Österreich und Frankreich den deutlichsten Abstieg im Ranking. Luxemburg und Polen machten die größten Fortschritte.

Auch in Bezug auf den Gender-Wage-Gap habe sich Österreich kaum verbessert, noch sei die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt gestiegen, so Christine Catasta, Senior Partner bei PwC Österreich, laut einer Aussendung vom Donnerstag. Besonders gestiegen sei seit dem Jahr 2000 die Teilzeitbeschäftigung von Frauen in Österreich, von 14 Prozent auf 24 Prozent. Die Vollzeitbeschäftigung der erwerbstätigen Frauen erhöhte sich auf 66 Prozent (zum Vergleich: 92 Prozent erwerbstätige Männer), ebenso die Anzahl von Frauen in Vorständen. 21,2 Prozent der heimischen Vorstandspositionen sind laut PwC von Frauen besetzt. Zum Vergleich: In Island sind es 45,2 Prozent. (APA)


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