Bundesliga setzt zwei Spieltage aus, LASK gegen ManUnited ohne Fans

Dass Freiluft-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern bis Anfang April untersagt sind, hat auch weitreichende Auswirkungen auf den heimischen Fußball.

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Der Regierungsbeschluss zum Coronavirus hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Fußballs in Österreich.
© Montage/TT.com - Fotos: gepa

Innsbruck – Die heute von der Bundesregierung verhängte Maßnahme, öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen bis Anfang April zu untersagen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, hat massive Auswirkungen auf den heimischen Fußball:

Bundesliga: Wie die Verantwortlichen in einer Aussendung am frühen Nachmittag mitteilte, werden die Spiele der kommenden beiden Runden in der Bundesliga und 2. Liga auf unbestimmte Zeit verschoben. Über die Nachtragstermine soll in einer Klubkonferenz kommende Woche entschieden werden. Aus Tiroler Sicht sind die WSG-Spiele gegen St. Pölten (14.3.) und Altach (21.3.) sowie die Wacker-Partien gegen den FC Juniors OÖ (13.3.) und Amstetten (22.3.) betroffen.

„Natürlich sehen wir alle am liebsten stimmungsvolle Spiele mit vielen Zuschauern, erleben aber gerade eine Ausnahmesituation im ganzen Land. Wir vertrauen voll und ganz den zuständigen Experten und setzen die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung selbstverständlich um“, sagte der Bundesliga-Vorstandsvorsitzende Christian Ebenbauer. Die Maßnahmen würden die Vereine vor massive finanzielle und organisatorische Herausforderungen stellen. „Ziel ist es, alle Spiele mit Zuschauern durchzuführen. Deshalb haben wir uns in einem ersten Schritt für die Verschiebung und gegen mögliche Geisterspiele entschieden.“

Europa League: Das für Donnerstag (18.55 Uhr/live Puls 4 und DAZN) auf der Linzer Gugl angesetzte Achtelfinal-Hinspiel der Europa League zwischen dem LASK und Manchester United geht ohne Zuschauer über die Bühne. Das gab der Verein am frühen Dienstagnachmittag bekannt. Das Stadion wäre mit 14.000 Besuchern ausverkauft gewesen.

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Nationalteam: Der ÖFB diskutiert am Mittwoch über die freundschaftlichen Länderspiele des Nationalteams auswärts gegen Wales (27.3./Swansea) und in Wien gegen die Türkei (30.3.). Der Verband werde alle Vorbereitungen und Vorkehrungen treffen, um die Spiele zur Austragung zu bringen, hieß es in einer Mitteilung.

EURO 2020: Die UEFA hat Spekulationen um eine Verschiebung der EM ins Jahr 2021 wegen der Coronavirus-Krise zurückgewiesen. „Die EURO 2020 startet am 12. Juni 2020 in Rom. Die UEFA steht bezüglich des Coronavirus und seiner Entwicklung mit den zuständigen internationalen und lokalen Behörden in Kontakt. Der geplante Zeitplan muss nicht geändert werden. Das Thema wird ständig überprüft“, hieß es am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von Seiten des Fußball-Kontinentalverbandes.

Zuletzt hatten mehrere europäische Medien berichtet, dass das in zwölf Ländern geplante Turnier wegen der Ausbreitung der Epidemie möglicherweise nicht wie geplant stattfinden kann. (TT.com)

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