Mehrsprachige Infos über Coronavirus-Krise: Nachricht an 170.000 Migranten

Integrationsministerin Raab lässt Zugewanderte via SMS, E-Mail oder Telefon über Corona-Maßnahmen der Regierung informieren.

ÖVP-Integrationsministerin Susanne Raab.
© APA/Schlager

Von Serdar Sahin

Wien – Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus sind nicht für jeden verständlich. ÖVP-Integrationsministerin Susanne Raab will die aktuell geltenden Regeln auch jenen vermitteln, deren Deutschkenntnisse mangelhaft sind.

"Wir haben Informationen des Innen- und Gesundheitsministeriums sowie der Apothekerkammer in 13 Sprachen übersetzt. Sie stehen auf der Webseite des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF)." Das Angebot werde laufend aktualisiert, sagt Raab. Zudem werden Erklärvideos in derzeit elf Sprachen in den sozialen Netzwerken verbreitet.

"Wir haben alle Kontakte des ÖIF - also Menschen, die einen Werte- und Deutschkurs gemacht haben oder bei der Integrationsberatung waren - angeschrieben. So haben wir mittlerweile 80.000 Asylberechtigte und Migranten per SMS und E-Mail über die Informationsmöglichkeiten aufgeklärt." Ebenso wurden laut Raab 13.000 so genannte Multiplikatoren-Kontakte wie Regionalbehörden, soziale Dienste oder Vereine im Integrationsbereich per E-Mail über die mehrsprachige ÖIF-Offensive zu den Corona-Maßnahmen informiert. Insgesamt seien in der ersten Woche rund 170.000 Zugewanderte via SMS, E-Mail, Telefon oder online kontaktiert worden.

Auch an anderer Front ist Raab aktiv: "Wir wissen, dass viele Zugewanderte nicht umfassend österreichische Medien konsumieren. Deshalb informieren wir auch in den Medien für Migranten." Das sind jene Zeitungen und Magazine, die vermehrt von Zugewanderten gelesen werden. Mit 25 Medien würde man hier kooperieren. Die Ministerin berichtet, dass es auch ein Bedürfnis gebe, sich telefonisch über die aktuellen Maßnahmen zu erkundigen. "Deshalb schalten wir ab Montag eine eigene Hotline für Migranten für Fragen rund um das Coronavirus. Es wird jeweils eine eigene Telefonnummer für zehn Herkunftssprachen geben."

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