Sammelleidenschaft einmal anders - der Umwelt zuliebe

Plastik neben der Autobahn, Aludosen am Berg und Zigarettenstummel am Wegesrand: Der viele Müll stößt immer mehr Tirolern sauer auf. Vier Geschichten von Menschen, die den Müll einfach nicht mehr liegen lassen können.

Sabine Guggenbichler (l.) und Sarah Grießenböck nach dem ersten „Tschicksammeltag“ in Kramsach im Dezember 2019. Die Ausbeute: 4700 Zigarettenstummel.
© Guggenbichler

Von Nicole Strozzi, Andrea Wieser

Jährlich werden in Öster­reich mehr als 8700 Tonnen Müll vom Autobahnbetreiber Asfinag eingesammelt. Nicht immer ist der Mist vorher ordentlich entsorgt worden. Allein in Tirol und Vorarlberg mussten im letzten Jahr fast 400 Tonnen Müll an den Autobahnen händisch aufgesammelt werden und die Tendenz ist steigend. Es handelt sich dabei auch nicht nur um banale Proviantreste. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rastplätzen immer wieder Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, sagt Asfinag-Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas.

Aus den Augen aus dem Sinn, lautet das Motto auf den Autobahnen, vielen Parkplätzen und Raststätten, aber nicht nur dort. Auch auf den Bergen kennt man das Müllproblem. „Im Vergleich zu früher gibt es allerdings eine bessere Gesinnung“, berichtet Peter Kapelari vom Alpenverein. Vor 50 Jahren wurden noch Sprüche wie „Ein ordentlicher Bergsteiger vergräbt seinen Müll tief“ geklopft. So ist es heute nicht mehr, allerdings gibt es noch in vielen Bereichen Unwissen.

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