Gesundheitsminister lobt Zusammenhalt in der Krise

Zehntausende Menschen sind in Hilfe und Unterstützung für Mitmenschen tätig. Gesundheitsminister Rudolf Anschober zeigte sich am Sonntag vom Engagement der Österreicher begeistert.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) lobte die Nachbarschaftshilfe in Österreich.
© APA/Fohringer

Wien – Mit den Worten „Ich bin begeistert" hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag auf das Engagement der Österreicher seit dem Ausbruch der Coronakrise vor rund einem Monat reagiert. „Bereits Zehntausende sind aktiv und täglich werden es mehr", stellte der Minister in einer Aussendung fest. Der Zusammenhalt, den er sich zu Beginn der Krise gewünscht habe, sei eingetreten.

Anschober kündigte bereits bei seiner Amtsübernahme an, dass er sein Ressort zum „Ministerium für Zusammenhalt" machen wolle. Nun lobte er die ehrenamtlichen Aktivitäten der Österreicher: So habe die Caritas über 2500 neue Freiwillige österreichweit verzeichnet, über 1400 ehemalige Zivildiener haben sich bis dato zum freiwilligen Dienst gemeldet und Absolventinnen des Freiwilligen Sozialjahres sind wieder tätig.

Auch das „Team Österreich" mit über 56.000 registrierten Mitgliedern verzeichnete allein in den vergangenen drei Tagen 3000 Neuzugänge, hieß es in der Aussendung. Das Team ist eine 2007 vom Radiosender Ö3 und dem Österreichischen Roten Kreuz gegründete Plattform der Nachbarschaftshilfe ohne dauerhafte Verpflichtungen. Ziel war und ist es, die in Krisensituationen stets vorhandene spontane Hilfsbereitschaft der Menschen zielgerichtet einsetzbar zu machen, berichtete das Ministerium.

Weitere Tausende engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe und Projekte im ganzen Land helfen besonders schutzbedürftigen Gruppen. Kreative und innovative Projekte, die vor allem auf digitale Plattformlösungen setzen und so soziale Interaktion und Unterstützung fördern, hob Anschober ebenfalls hervor: „Mein Dank gilt allen Menschen in Österreich, die in Zeiten der Coronakrise ihren wertvollen Beitrag leisten. Die gelebte Hilfsbereitschaft, Mitmenschlichkeit und Solidarität zeigen uns, wie wir als Gesellschaft wirklich sind", wurde der Minister zitiert. (APA)

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