Von Brotbackautomaten bis Webcams: Was online gekauft wird

Die Corona-Krise mit ihren Ausgangsbeschränkungen hat das Kaufverhalten der Österreicher stark verändert. Nicht nur Toilettenpapier und Nudeln wurden gehamstert. Auch die Nachfrage nach Webcams ist rasant gestiegen, berichtete das Preisvergleichsportal Geizhals am Montag.

Das Kaufverhalten der Österreicher hat sich dem Preisvergleichsportal Geizhals zufolge geändert.
© Pixabay

Wien – Die Corona-Krise mit ihren Ausgangsbeschränkungen hat das Kaufverhalten der Österreicher stark verändert. Nicht nur Nudeln, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel wurden gehamstert. Auch die Nachfrage nach Webcams ist rasant gestiegen, berichtete das Preisvergleichsportal Geizhals am Montag. Ebenso beliebt: Brotbackautomaten, Gefriergeräte und Fieberthermometer.

🖥️ Home-Office-Ausstattung boomt

Verglichen wurde der Zeitraum 4. bis 10. März mit dem Zeitraum 11. bis 17. März, genauer die Händler-Click-outs, also wenn User auf einen auf Geizhals gelisteten Händler klickten. "Da ist die Kaufwahrscheinlichkeit schon sehr hoch", so Geizhals-Sprecher Michael Nikolajuk zur APA. Auf Geizhals sind in Österreich knapp 1000 Händler gelistet.

Die Regierung hat heimische Firmen angehalten, ihre Mitarbeiter wenn möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Das spiegelt sich in den Geizhals-Zahlen deutlich wider: Die Nachfrage nach Geräten, die man im Home Office braucht, ist binnen einer Woche nach oben geschnellt. Konkret stieg die Nachfrage für Monitore, Drucker und Docking Stations innerhalb von sieben Tagen um mehr als 50 Prozent. Bei Webcams erhöhte sich die Nachfrage überhaupt um mehr als 1000 Prozent, was auch die Preise in die Höhe getrieben und zu Lieferengpässen geführt hat. Günstige Modelle gibt es derzeit fast nicht mehr.

Sitzungen finden vorwiegend über Videokonferenzen statt
© Pixabay

🎮 Starke Nachfrage bei Gaming und Fitness

Ebenfalls gefragt sind Spielkonsolen. Bei der Sony PlayStation (PS4) stieg die Nachfrage um 194 Prozent, bei der Xbox One von Microsoft um 121 Prozent, und bei der Nintendo Switch um 119 Prozent. Gesellschaftsspiele hingegen wurden nur um zehn Prozent häufiger nachgefragt.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Begehrt sind auch Fitnessgeräte für zu Hause, da vor allem Rudergeräte (plus 346 Prozent), die sich gleich auch ordentlich verteuert haben. So kosten sie nun mit durchschnittlich 560 Euro fast doppelt so viel (plus 97 Prozent) wie vor der starken Nachfrage.

🐶 Haushaltsgeräte und Hundefutter wurden teurer

Empfindlich teurer geworden sind weiters Brotbackautomaten und Hundefutter. Bei ersteren ist die Nachfrage um mehr als 400 Prozent gestiegen. Auch nach Gefriergeräten schaut man sich in Coronazeiten vermehrt um – hier hat sich die Nachfrage fast verdreifacht. Ebenso wird vermehrt nach digitalen Fieberthermometern, Wasserkochern und Windeln gesucht.

Um 27 Prozent zurückgegangen ist hingegen die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln – wegen der Preisanstiege und Lieferengpässe, so Geizhals. Schutzmasken sind unterdessen mit einer steigenden Nachfrage von 33 Prozent noch immer begehrt. (APA)


Kommentieren


Schlagworte