ÖOC-Präsident Stoss: „Finanzieller Aspekt nicht relevant“

Der Vorarlberger Karl Stoss (63), Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees und Mitglied im IOC, verteidigt die Terminentscheidung zu Tokio 2020. Man wolle zuwarten, nicht auf Spekulationen reagieren.

ÖOC-Präsident Karl Stoss verteidigt die Entscheidung, die Olympischen Sommerspiele 2020 trotz Corona-Krise noch nicht zu verschieben.
© GEPA pictures/ Christian Walgram

Die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio (24.7.–9.8.) sollen offiziell vorerst nicht verschoben werden. Was liegt dieser Standhaftigkeit in Zeiten der Corona-Krise zugrunde?

Stoss: Die Ereignisse überschlagen sich in Europa, selbst Experten tun sich schwer, die Entwicklung der nächsten Wochen vorauszusagen. Es ist derzeit sicher nicht vorrangig, ob Sportveranstaltungen abgehalten werden können oder nicht. Aktuell steht für die ganze Welt im Vordergrund, die Eindämmung der Ausbreitung und die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung nicht zu gefährden. Es geht um Selbstdisziplin und Rücksichtnahme. Das gilt auch für Sportler, Trainer usw. Das IOC, die WHO (Weltgesundheitsorganisation, Anm.), das Organisationskomitee Tokio 2020 und die japanische Regierung wollen keine Entscheidungen aufgrund von Spekulationen treffen. Umso mehr, weil es sich um eine sehr komplexe Situation handelt, mit sehr vielen Beteiligten. In vier Wochen soll eine endgültige Entscheidung fallen. Sicher ist: Die Spiele werden nicht abgesagt. Über alle anderen Szenarien wird nachgedacht.

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