Stocker, Geisler oder Seidenbusch: Die Tiroler Funktionäre bleiben im Amt

Die Corona-Maßnahmen beeinträchtigen auch das Vereinswesen maßgeblich. Sportanlagen sind derzeit gesperrt, Versammlungen dürfen nicht abgehalten werden. Derzeit ändert sich auf Funktionärsebene nichts.

Von Florian Madl und Wolfgang Müller

Innsbruck – „Das ist höhere Gewalt“, sind sich Walter Seidenbusch und Josef Geisler, seit mittlerweile vielen Jahren Tiroler Fachverbandspräsidenten der Sportarten Tennis und Fußball, einig. Die Rede ist von den zumeist vor oder nach einer Wettkampfsaison stattfindenden Generalversammlungen der heimischen Sportvereine und -verbände, die aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation und des daraus folgenden Versammlungsverbots ins Wasser fallen. Folge:

Die Funktionsperioden des bislang amtierenden Vorstands verlängern sich automatisch. Eine ungewohnte Situation, aber in jedem Fall herrscht Rechtssicherheit. Tennis-Präsident Seidenbusch ergänzt: „Wenn sich im Zuge einer Vorstandswahl kein Nachfolger findet, musste der alte Vorstand auch schon bisher seine Aktivitäten fortsetzen.“

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Das trifft in etwa auch auf den FC Wacker zu, der in der Generalversammlung am 30. April geplant hatte, die Nachfolgeregelung für Gerhard Stocker und die Installierung des neuen Hamburger „Kernmitgliedes“ (Förderer) amtlich zu machen. „Wenn man bedenkt, dass man dafür eine Vorlaufzeit braucht, geht sich dieser Termin nicht aus. Womöglich erst im Frühsommer“, erklärte Wacker-Vorstandsmitglied Felix Kozubek. Für den FC Wacker nicht das große Problem, weil Stockers Periode ohnehin bis Ende August läuft.

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Nationale Lösung für Auf- und Abstieg im Fußball

Mit Spannung blicken indes viele der gut 18.000 Mitglieder im Tennisverband auf das mögliche Zustandekommen der Tiroler Mannschaftsmeisterschaften, die über 600 Abordnungen von Mai weg bestreiten sollten. Seidenbusch will vorerst keinen Termin bekannt geben, um die Mitglieder nicht durch weitere Verschiebungen zu verunsichern.

Ähnlich sieht es auch Josef Geisler, der das heimische Fußball-Unterhaus und seine gut 35.000 Verbandsmitglieder vertrösten muss, die Frühjahrssaison rückt in weite Ferne. Sein Credo: „Wir brauchen eine österreich­weite Lösung, was die Auf- und Abstiegsfrage betrifft.“


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