Brand in Niederndorf: Auslöser vermutlich elektrischer Defekt

In der Nacht auf Donnerstag geriet in Niederndorf aus unbekannten Gründen ein Mehrparteienhaus in Brand. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte zur Brandbekämpfung an. Schuld an dem Feurer dürfte ein elektrischer Defekt gewesen sein.

Ein elektrischer Defekt dürfte den Brand ausgelöst haben.
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Von Jasmine Hrdina

Niederndorf, Kufstein – Zu früher Stunde und mit intensiven Einsätzen startete der Donnerstag für zahlreiche Feuerwehrmänner im Bezirk Kufstein. Der Brand eines Wohnhauses in Niederndorf erforderte kurz nach Mitternacht umfangreiche Löscharbeiten von knapp 200 Kameraden. Am frühen Vormittag musste nach einem Brand in einer Werkstatt in Kufstein sogar die Cobra ausrücken, um eine unter Druck stehende Gasflasche zu neutralisieren.

Die fünfköpfige Familie konnte sich bereits aus dem brennenden Gebäude in Niederndorf retten, als die Einsatzkräfte gegen ein Uhr Früh eintrafen. „In jedem Zimmer waren Feuermelder, das hat ihnen vermutlich das Leben gerettet“, schildert Kommandant Martin Kitzbichler. Ein 35-jähriger Mann zog sich bei ersten Löschversuchen leichte Verletzungen an den Armen zu, sonst seien die Bewohner mit dem Schrecken davongekommen. Die Ermittler stellten fest, dass der Brand durch einen elektrischen Defekt an der Außenbeleuchtung des Wohngebäudes entstanden sein dürfte.

📽 Video | Brand in Wohnhaus

Erst vor einem Monat hatte die Familie das Haus renoviert – nun ist es unbewohnbar. Der Schaden dürfte auf eine halbe Million Euro zugehen, schätzt Kitzbichler. Die fünf Personen finden zwischenzeitlich bei ihren Nachbarn Unterschlupf. Sechs Feuerwehren waren in der Nacht ausgerückt, die Koordination samt Corona-Auflagen gestalte sich extrem schwierig, erzählt Kitzbichler: „So einen Brand braucht man in Zeiten wie diesen noch.“

Alle Bewohner konnten sich zum Glück rechtzeitig ins Freie retten.
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Aus der Norm fiel auch der Einsatz der Kufsteiner Kameraden gegen 8 Uhr. Das Feuer in der Schlosserei einer Firma konnten die Mitarbeiter selbst rasch unter Kontrolle bringen – die Flammen hatten jedoch eine Acetylengasflasche umringt, die nun zu explodieren drohte. Unter ständiger Kühlung brachten die Feuerwehrkräfte die Flasche in eine nahegelegene Schottergrube, wo die Cobra mit kontrollierten Schüssen dafür sorgte, dass das Gas sicher entweichen konnte.

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