Wechsel zu Star-Berater: Rätselraten um Zukunft von Alaba

David Alabas Vertrag bei den Bayern läuft im Sommer 2021 aus. Einen Wechsel zu Manchester City soll der ÖFB-Kicker abgelehnt haben und eher mit einem Engagement bei Real Madrid liebäugeln.

Noch spielt David Alaba bei den Bayern eine Hauptrolle in der Abwehr.
© CHRISTOF STACHE

München – Während sich David Alaba dieser Tage auf den sozialen Netzwerken als Klavierspieler oder Bibel-Leser präsentiert, beschäftigt die Zukunft des 27-Jährigen die Fans des FC Bayern mehr als ihnen lieb ist. Österreichs Teamspieler hat laut übereinstimmenden Medienberichten mit Pini Zahavi einen neuen Star-Berater an seiner Seite. Der Israeli soll seine Kontakte nach Spanien ausspielen.

Barcelona oder Real werden als mögliche Interessenten an Alaba wieder einmal genannt. Während die Katalanen als künftiger Arbeitgeber wohl wenig realistisch erscheinen, könnte der Kontakt nach Madrid via Zahavi besser sein. Der 76-jährige Israeli versuchte vor zwei Jahren mit Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski bereits einmal, einen Klienten zu den "Königlichen" zu lotsen. Der Transfer scheiterte damals am Veto des deutschen Rekordmeisters.

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Fakt ist, dass Alabas Vertrag bei den Münchnern, zu denen er als 16-Jähriger gewechselt war, im kommenden Sommer ausläuft. Der Wiener ließ sich bei Fragen zu seiner Zukunft in den vergangenen Monaten wenig entlocken. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung samt Gehaltserhöhung scheinen zu stocken. Auch aufgrund der Corona-Krise, wie der kicker mutmaßte.

So könnten die Verantwortlichen derzeit keine Verrücktheiten eingehen. Das Fachmagazin schrieb: "Wenn einer nicht will", heißt es nachvollziehbar, "dann muss er halt gehen." Alaba spielte im Frühjahr beim Tabellenführer fast ausschließlich links in der Innenverteidigung. Diesen Part könnte auf lange Sicht auch der diese Saison verletzungsgeplagte französische Weltmeister Lucas Hernandez (24) einnehmen. Links außen ist der junge Kanadier Alphonso Davies (19) derzeit gesetzt.

Premier League nicht die Wunschdestination

Glaubt man diversen Berichten aus München, sollen die Bayern schon versucht haben, Alaba zu versilbern. Demnach wurde die Idee geboren, dass die langjährige Stammkraft als Teil eines Tauschgeschäfts um Bayerns Wunschstürmer Leroy Sane zu Manchester City gehen soll. Alaba und auch Zahavi sollen laut kicker darüber nicht begeistert gewesen sein. Englands Premier League gilt nicht unbedingt als Wunschdestination des ÖFB-Stars. Außerdem hat ManCity von der UEFA eine zweijährige Europacup-Sperre ausgefasst.

Mit Zahavi, den Vater George seit längerem kennt, hat Alaba jedenfalls einen Mann an der Seite, der für sein Verhandlungsgeschick bekannt ist. Er verschaffte Lewandowski bei dessen Vertragsverlängerung im Vorjahr ein Top-Gehalt. Der ehemalige Sportjournalist ist kein im Rampenlicht stehender Spielerberater und agiert zumeist im Hintergrund. Er soll auch beim 222 Millionen Euro schweren Wechsel des Brasilianers Neymar vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain im Sommer 2017 eine treibende Kraft gewesen sein. Erstmals in Erscheinung trat Zahavi, als er 2003 eine zentrale Rolle bei der Übernahme von Chelsea durch Roman Abramowitsch einnahm. Den Russen hatte er fünf Jahre davor kennengelernt. (APA)


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