Kreativ in der Krise: Firma in Gnadenwald bringt Kindergarten nach Hause

Das Familienunternehmen Creativer aus Gnadenwald beliefert normalerweise Kindergärten mit Spiel-, Bastel- und Lernmaterial. Da das in der Corona-Quarantäne nicht mehr möglich ist, hat es sich etwas einfallen lassen.

Der Inhalt der Boxen soll die Kreativität und den Spaß am Schaffen fördern, so die Firma Creativer.
© creativer

Innsbruck – Die Frage, wie und wann es weitergeht, beschäftigt derzeit nicht nur die Fachleute im Bildungsministerium, Schüler, Kindergartenkinder, Eltern und Pädagogen, sondern auch die Firmen, die auf Schulen und Kindergärten als Abnehmer angewiesen sind. Auch die kleine Tiroler Firma Creativer aus Gnadenwald stellt die Situation vor eine Herausforderung, auf die sie nun mit einer Idee reagiert.

In zweiter Generation beliefert die Familie Kaiser seit über 25 Jahren Kindergärten mit Material zum Spielen und Lernen, von Spielzeug über Bastelutensilien bis hin zu Büchern. Das Geschäft ist wegen Covid-19 nun so stark eingebrochen wie noch nie, wie Firmeninhaber Daniel Kaiser erklärt: „Eine solche Ausnahmesituation hatten wir in der Firmengeschichte überhaupt noch nie." Aufgeben sei aber trotzdem nie zur Debatte gestanden, vielmehr war sich das Unternehmen bald klar, jetzt schnell kreativ werden zu müssen. Und startete mit einer Aktion, die Kaiser angelehnt an den Firmennamen „Bleib Creativer" nannte.

Der Laden in Gnadenwald muss momentan zu bleiben.
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„Wir haben aus unserem Sortiment für Kindergärten spezielle Boxen für einzelne Kindergartenkinder geschnürt: Für eine pädagogisch sinnvolle Beschäftigung während dieser Krise", so Kaiser. In den Boxen befinden sich etwa buntes Papier zum Gestalten, Aufkleber, eine Baumwolltasche mit Textilfilzstiften oder auch ein Pocket-Frisbee zum Selbstbemalen. Speziell zu Ostern sei auch schon eine eigene Themen-Bastel-Box erhältlich.

Service

Die verschiedenen Boxen gibt es auf www.creativer.at zu bestellen.

Das Unternehmen richtet sich mit seiner Aktion an Eltern, die ihre Kinder derzeit daheim betreuen, „um den Kindergarten quasi ein Stück nach Hause zu bringen". Kinder bräuchten laut Kaiser Angebote und Reize, an denen sie wachsen können – wozu es oft nur eine ungefähre Richtung durch ordentliches Material brauche. „Die besten Ideen und tollsten Erfahrungen entstehen im Ausprobieren und einfach Loslegen", so Kaiser. (anl)


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