Bayern-Trainer Flick wünscht sich neuen Vertrag für Alaba

Beim Cheftrainer des deutschen Rekordmeisters, der vergangene Woche einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hatte, stehen auch neue Arbeitspapiere für Manuel Neuer und Thiago ganz oben auf der To-Do-Liste.

Hansi Flicks (M.) Zukunft bei den Bayern ist geklärt, die von David Alaba (l.) ist noch offen.
© imago

München – Nach der Vertragsverlängerung von Thomas Müller bei Bayern München hofft Trainer Hansi Flick, dass auch Manuel Neuer, David Alaba und Thiago weitere Jahre beim deutschen Rekordmeister bleiben. Die drei sind nur noch bis 2021 in München gebunden - so lange, wie es bis Dienstag auch Müller war.

"Alle die, die gerade in Vertragsverhandlungen stehen, haben enorme Entwicklungen gehabt in dem letzten halben Jahr und waren unsere Leistungsträger", sagte Flick bei einem Video-Pressegespräch am Dienstag. "Der Verein weiß das natürlich auch, was er an diesen Spielern hat. Ich hoffe, dass das in die richtige Richtung geht."

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Seinen bisher letzten Bayern-Vertrag hatte Alaba im März 2016 unterschrieben. Um die Zukunft des 27-Jährigen, der mit den Münchnern bereits acht Meistertitel gewonnen hat, rankten sich zuletzt immer wieder Gerüchte. Sollte es zu keiner Verlängerung kommen, könnten die Bayern im Sommer ein letztes Mal eine signifikante Ablöse kassieren.

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Grimms Märchen um Alaba-Wechsel

Als mögliche Interessenten für den Wiener waren zuletzt Real Madrid und Manchester City gehandelt worden. Ein mögliches Tauschgeschäft mit ManCity-Offensivmann Leroy Sane, über das Medien spekuliert hatten, bezeichnete Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aber als "Grimms Märchen".

Unter Flick, der im November vorerst interimsmäßig Niko Kovac nachgefolgt war, kam Alaba zuletzt primär in der Innenverteidigung zum Einsatz. Als Linksverteidiger baute der frühere Co-Trainer den 19-jährigen Alphonso Davies auf. Rummenigge räumte Flick, der vergangene Woche einen Langzeit-Vertrag als Chefcoach bis 2023 unterschrieben hat, ein "Mitspracherecht" bei der Kaderplanung ein. Das will der 55-Jährige auch nutzen.

Müller, nun wie sein Trainer bis 2023 gebunden, blühte unter Flick regelrecht auf. Neuer dagegen bekommt mit dem von Schalke 04 mittelfristig als Nachfolger geholten Alexander Nübel im Tor neue Konkurrenz. Flick erinnerte daran, dass er Neuer schon lange kenne und unterstrich die Wertschätzung für den 33-Jährigen. "Er weiß, was er an Bayern hat", sagte Flick über den Kapitän. "Nicht nur ich, sondern alle würden sich freuen, wenn er verlängert."

Kürzere Laufzeiten im reiferen Profi-Alter üblich

Die Verhandlungen schienen zuletzt zu stocken. Der Serienmeister und sein Star-Torhüter sollen bei dessen wohl letztem großen Kontrakt in der Frage nach der Laufzeit deutlich auseinanderliegen. Im reiferen Profi-Alter sind kürzere Laufzeiten bei den Bayern üblich.

Vorstandschef Rummenigge hatte zuletzt betont, dass die bisherigen Angebote "ohne Corona-Discount" seien - ohne freilich zu verraten, wer ein solches überhaupt bekam. Flick sprach am Dienstag namentlich von Neuer, Alaba und Thiago, bei denen er sich eine baldige Einigung wünschen würde. 2021 laufen aber auch die Verträge von Jerome Boateng, Javi Martinez und Ersatztorhüter Sven Ulreich (alle 31 Jahre) aus. Über Ex-Weltmeister Boateng sagte Flick: "Er muss entscheiden, wo sein Weg hingeht."

Einen Neuzugang könnte es bei den Bayern demnächst im Trainerstab der Profis geben. WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose ist noch bis Saisonende als Coach der Münchner U17 gebunden. "Ich glaube, dass er für unser Trainerteam eine Bereicherung wäre", meinte Flick. Er werde mit dem 41-Jährigen Gespräche führen - aber auch mit anderen Kandidaten. (APA)


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