Operation Aderlass: Weiterhin Untersuchungshaft für Erfurter Sportarzt

Nach einem Bericht des "Mitteldeutschen Rundfunks" wird der Prozess wegen systematischen Blutdopings nicht vor Herbst 2020 beginnen.

In Erfurt liegt die Arztpraxis, die im Zentrum des Doping-Skandals steht.
© imago

Erfurt - Der deutsche Sportarzt Mark S., der Hauptbeschuldigte der während der Nordischen Ski-WM im Februar 2019 in Seefeld sowie in Erfurt durchgeführten "Operation Aderlass", bleibt ebenso wie ein mutmaßlicher Mittäter weiter in Untersuchungshaft. Nach einem Bericht des "Mitteldeutschen Rundfunks" wird der Prozess wegen systematischen Blutdopings nicht vor Herbst 2020 beginnen.

Der Arzt soll einen Blutdopingring aufgezogen haben und unter anderen die geständigen Österreicher Johannes Dürr, Max Hauke, Dominik Baldauf, Georg Preidler und Stefan Denifl zu seinen Kunden gezählt haben. Ihm drohen laut den deutschen Behörden bis zu zehn Jahre Haft.

Der Anwalt von Mark S., Juri Goldstein, will laut MDR Thüringen einen Antrag auf Prüfung der Untersuchungshaft vor dem deutschen Verfassungsgericht einbringen. Deren Länge - bisher mehr als 13 Monate - verstoße gegen die Grundrechte. (APA)

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