Anschober: Start der 2. Etappe „entscheidende Phase"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober rief am Ostermontag die Bevölkerung auf, den Beginn der ersten Teilöffnung „maßvoll und verantwortungsvoll" zu begehen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
© APA/Schlager

Wien – Mit dem Beginn des stufenweisen Hochfahrens des Handels am Dienstag starte die zweite Etappe im Kampf gegen das Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Ostermontag. Er rief dazu auf, die erste Teilöffnung „maßvoll und verantwortungsvoll" zu begehen. Es handle sich um eine „entscheidende Phase", die erst zeigen werde, ob die schrittweise Öffnung fortgesetzt werden kann.

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In Österreich gibt es laut Gesundheitsministerium seit Ostersonntag mehr Genesene als „aktiv Erkrankte": Am Ostermontag in der Früh lag die Zahl der aktuellen Corona-Patienten bei 6369, die der bereits Genesenen jedoch schon bei 7343. Auch die Zahl der Corona-Patienten in den Spitälern ist laut den Daten des Ressorts mit 981 leicht sinkend und lag erstmals seit 30. März wieder unter 1000. Davon bedurften 239 Betroffene einer intensivmedizinischen Behandlung. Der tägliche Anstieg an Neuerkrankten mit SARS-CoV-2 bzw. Covid-19 lag zum neunten Mal in Folge unter drei Prozent.

„Das alles sind sehr ermutigende Entwicklungen", sagte Anschober. „Wir haben die erste Phase der Corona-Krise gut bestanden und unser Ziel der Abflachung der hohen Steigerungszahlen an Neuerkrankungen durch die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt und eines großartigen Engagements der Bevölkerung gut erreicht." Um den 12. März hatte sich Österreich bei den täglichen Steigerungen noch bei 40 Prozent und mehr, befunden, erinnerte der Minister.

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„Gerade jetzt muss jeder ein Teil der Lösung sein."
Gesundheitsminister Rudolf Anschober

Etappe 2, die am Dienstag beginnende Phase der „gesicherten Teilöffnung", werde jedoch deutlich schwieriger werden: „Wir müssen trotz schrittweiser Öffnung die Zahl der Neuerkrankungen auf geringem Niveau halten. Das wird eine noch größere Herausforderung, wir dürfen uns durch unbedachtes Verhalten nicht alles Erreichte wieder zunichtemachen", mahnte Anschober und appellierte an die Verantwortung jedes einzelnen. „Gerade jetzt muss jeder ein Teil der Lösung sein."

Wer nicht unbedingt einkaufen muss, soll noch warten

„Ich appelliere dringend, alle Sicherungsmaßnahmen der ersten Teilöffnung konsequent zu befolgen: strikte Einhaltung der Zugangsregeln in die Geschäfte, Mindestabstand beim Warten auf Einlass, Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in den Geschäften und Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz auch in den Öffis", betonte der Gesundheitsminister. Wer nicht unbedingt einkaufen muss, solle noch ein paar Tage zuwarten, um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden, ganz besonders Ältere. (APA)


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